Ferrari-Pilot platzt der Kragen

Vettel: Es ist offensichtlich, dass Leclerc ein deutlich schnelleres Auto hat

25. Oktober 2020 - 19:03 Uhr

Vettel erneut vom Teamkollegen abgehängt

Platz 10 und ein WM-Punkt – mehr war für Sebastian Vettel beim Großen Preis von Portugal nicht zu holen. Scuderia-Kollege Charles Leclerc steuerte seinen Ferrari dagegen auf Rang 4 - wie schon im Qualifying, in dem für Vettel als 15. in Q2 Schluss war. Der viermalige Weltmeister sieht in dieser Saison im Vergleich zu seinem zehn Jahre jüngeren Stallrivalen immer mehr wie ein Formel-1-Anfänger aus.

"Irgendwann sollte man mal die Kurve treffen"

Das scheint Vettel mehr und mehr die Laune zu verhageln. Nach dem Rennen in Portimão machte der 33-Jährige seinem Ärger Luft: Es sei offensichtlich, dass Leclerc ein deutlich schnelleres Auto habe, sagte der 33-Jährige am RTL-Mikrofon (im Video oben).

"Irgendwann sollte man ja mal Glück haben und die Kurve vielleicht mal treffen. Ich treffe sie nie und wenn, dann nur annähernd mit sehr viel Schwierigkeit. Auf der anderen Seite sieht das viel leichter aus", führte Vettel aus.

Im Video: Die Highlights des Portugal-GP

"Es tut natürlich weh"

"Ob ich ein kompletter Idiot bin, das wage ich mal zu bezweifeln", so Vettel. Er müsse zwar auf sich schauen und sein Ding machen: "Aber es tut natürlich weh, weil meine eigenen Erwartungen höher sind, als die Erwartungen von außen."

Das Geschwätz drumherum sei ihm dabei "ziemlich Wurscht". "Aber für mich im Auto ist das natürlich schwer zu verarbeiten. Dazu bin ich zu ehrgeizig und zu hungrig nach mehr."

Vettel scheint das Saisonende und den Abschied von Ferrari mit jedem verkorksten Rennen noch inständiger herbeizusehnen.

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