Vettel dominiert Singapur-Nachtschicht - Mercedes enttäuscht

Sebastian Vettel hat Fernando Alonso auch im 2. Freien Training zum Singapur-GP stehen lassen.
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21. September 2012 - 18:24 Uhr

Sebastian Vettel hat auch im 2. Freien Training zum Singapur-GP ein Ausrufezeichen gesetzt und damit die Aufholjagd auf Fernando Alonso eingeläutet. Während der Titelverteidiger auf dem 5,073 Kilometer langen Marina Bay Street Circuit wie schon in der 1. Session zur Bestzeit raste, reichte es für den WM-Führenden Alonso hinter Jenson Button (McLaren) nur zum 3. Rang.

Neben der Spitzenposition dürfte Vettel vor allem der Zeitabstand optimistisch auf das Rennen am Sonntag stimmen: Mit seiner Bestzeit von 1:48,340 Minuten war der Doppel-Weltmeister mehr als eine halbe Sekunde schneller als Scuderia-Mann Alonso (+ 0,556). "Das Auto ist mit vorn bei der Musik. Es schaut ganz gut aus. Jetzt müssen wir uns in die Nacht stürzen und sehen, dass wir noch ein bisschen was rausholen", sagte Vettel, der mit flackernden LED-Lämpchen am Helm durch die Nacht von Singapur fuhr.

Hinter dem Top-Trio folgten mit Mark Webber (Red Bull/+ 0,624) und Lewis Hamilton (McLaren/+ 0,746) die weiteren Titelanwärter – mit Ausnahme von Kimi Räikkönen: Der 'Iceman', der als Dritter in der Gesamtwertung noch von der WM-Krone träumt, manövrierte seinen Lotus nur auf den 12. Platz. Mehr Grund zur Freude hatte Nico Hülkenberg, der im Force-India auf Position 7 landete und damit zweitbester Deutscher war.

Trotz neuem Auspuff: Mercedes fährt nur hinterher

Michael Schumacher, Singapr, Mercedes
Ratlos in Singapur: Für Michael Schumacher lief es am Freitag noch nicht rund.
© dpa, Jens Büttner

Lange Gesichter dagegen bei Mercedes: Sowohl Nico Rosberg, der immerhin noch die achtschnellste Zeit in den Asphalt brannte, als auch Michael Schumacher als Elfter landeten hinter den beiden Force-India-Piloten – und das, obwohl beide Rennställe mit dem gleichen Motorenpaket ausgestattet sind. Die Hoffnung von Mercedes, mit dem neuen Coanda-Auspuff um die Podiumsplätze mitfahren zu können, dürfte schon nach den ersten beiden Trainingseinheiten der Vergangenheit angehören.

Timo Glock fuhr im hinteren Feld zwar mal wieder nur um die goldene Ananas, hatte im Gegensatz zu Rekord-Champion Schumacher und Rosberg aber dennoch allen Grund zur Freude: Als 19. ließ der Marussia-Fahrer nicht nur seinen Teamkollegen Charles Pic, sondern auch die beiden Caterham-Piloten Heikki Kovalainen und Vitali Petrov hinter sich.