13 Migranten mit ungewissem Schicksal

Verzweiflung auf Rettungsschiff Alan Kurdi: Flüchtling will nach Malta schwimmen

6. September 2019 - 17:25 Uhr

Schwierige Situation an Bord der Alan Kurdi

Sie hoffen auf ein besseres Leben in Europa und sitzen nun fest. Seit das Rettungsschiff Alan Kurdi 13 tunesische Flüchtlinge aufgenommen hat, wird die Stimmung immer schlechter. Ein junger Mann wollte sogar von Bord springen und nach Malta schwimmen. "Die Machtlosigkeit macht nicht nur den Flüchtlingen, sondern auch der Crew zu schaffen", sagt RTL-Reporterin Carolin Unger, die die Rettungsmission begleitet. Wie sie die Situation erlebt, erzählt sie im Video.

Dart gegen die Langeweile

RTL-Reporterin Carolin Unger berichtet von Bord der Alan Kurdi.
RTL-Reporterin Carolin Unger berichtet von Bord der Alan Kurdi.
© RTL

Die Crew versucht alles, um die Tunesier bei Laune zu halten und sie wenigstens für einen Moment von ihrem ungewissen Schicksal abzulenken. Mithilfe eines Bildwörterbuchs werden Essenswünsche besprochen, die Migranten schneiden sich gegenseitig die Haare. Und ein gemeinsames Dartspiel sorgt kurz für lachende Gesichter. Der Kapitän hat die Rettungsstelle in Malta bereits informiert, doch bisher gibt es keine Antwort. Weil er eine Selbstgefährdung der Migranten nicht ausschließen kann, hat er Wachen an Deck eingeführt.