Verurteilter Bombenbauer als Zeuge gegen Ehefrau geladen

Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild
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04. Mai 2020 - 16:12 Uhr

Der zu zehn Jahren Haft verurteilte mutmaßliche islamistische Rizin-Bombenbauer von Köln soll im Prozess gegen seine Ehefrau als Zeuge aussagen. Das Verfahren gegen die 44-Jährige war nach seiner Verurteilung abgetrennt und fortgeführt worden. Die Angeklagte beteuerte am Montag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht erneut ihre Unschuld: "An meinen Händen klebt kein Blut."

Sie habe von islamistischen Anschlagsplänen nichts gewusst. Gleichwohl räumte sie Fehler ein: "Ich möchte mich ändern. Ich möchte in der Haft Abitur machen. Ich wünsche meinen Kindern, dass sie alles gut verkraften. Ich entschuldige mich ausdrücklich bei meinen Kindern für alles."

Ob ihr Ehemann tatsächlich als Zeuge aussagen wird, ist unklar. Er hatte gegen seine Verurteilung Revision beim Bundesgerichtshof einlegen lassen. Das Paar soll gemeinsam an der Bombe gebaut haben.

Quelle: DPA