Verteidiger lehnen NSU-Übertragung ab

15. Februar 2016 - 14:16 Uhr

Im Streit um die Zahl der Presseplätze im NSU-Prozess lehnen einige Verteidiger eine Übertragung des Verfahrens in einen zweiten Saal strikt ab.

Eine öffentliche Aufführung, um die es sich bei einer solchen Übertragung handeln würde, verbiete das Gerichtsverfassungsgesetz ausdrücklich, argumentierten die beiden Anwälte des Angeklagten Holger G. Sie warnten das Münchner Oberlandesgericht vor einem "absoluten Revisionsgrund".

Zuvor hatten Nebenklageanwälte offiziell die Übertragung des Verfahrens in einen zweiten Saal gefordert.