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Versuchter Mord: Prozess wegen Steinwürfen auf A7 beginnt

Wegen Steinwürfen auf die A7 und die Bundesstraße 200 müssen sich zwei 19-Jährige vor dem Landgericht Flensburg verantworten. Der Prozess beginnt am 21. November. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten versuchten Mord vor sowie gefährliche Körperverletzung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

Die jungen Männer sollen im Zeitraum vom 11. Februar bis zum 8. Mai 2018 in elf Fällen gemeinsam von Brücken herab Steine auf fahrende Fahrzeuge geworfen haben - in Flensburg und Umgebung. Dabei wurde eine Autofahrerin schwer verletzt. Acht Autos, zwei Lastwagen und ein Bus wurden beschädigt. In einigen Fällen verfehlten Steine nur knapp Autos, oder die Fahrer konnten gerade noch bremsen oder ausweichen.

Die folgenschwerste Tat ereignete sich am 8. Mai 2018. Die beiden Angeklagten sollen einen etwa 46 Kilogramm schweren Feldstein gemeinsam auf die Autobahnbrücke Gottrupel transportiert haben. Einer der Männer soll den Stein von der Brüstung gestoßen haben, als sich gegen 22.25 Uhr ein Auto näherte. Die Fahrerin - Nebenklägerin im Prozess - wurde schwer verletzt und erlitt einen Schock. Der Stein durchschlug die Windschutz- und die Heckscheibe des etwa 120 km/h schnellen Wagens. Überlebt hat die Frau den Unfall nach Auffassung der Staatsanwaltschaft lediglich, weil der Feldstein eher auf der Beifahrer- als auf der Fahrerseite des Autos einschlug.

Die Große Strafkammer führt als Große Jugendkammer den Prozess. Da die Männer bei den Taten bereits 18 Jahre alt waren, ist der Prozess grundsätzlich öffentlich, wie ein Gerichtssprecher erklärte. Nach dem Auftakt sind acht Verhandlungstage bis zum 4. Januar terminiert.


Quelle: DPA

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