Versuchte Geldautomatensprengung in der Südpfalz

Das Blaulicht auf einem Polizeiauto. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild
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02. Juli 2020 - 18:12 Uhr

Unbekannte Täter haben am Donnerstag im Landkreis Germersheim versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Die Untersuchungen am Tatort in Jockgrim dauerten noch an, teilte das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) in Mainz mit. Zu Einzelheiten - etwa zum möglichen Schaden am Gebäude - könnten bisher keine Angaben gemacht werden, sagte ein LKA-Sprecher.

Den Angaben zufolge handelt es sich bereits um die zehnte Geldautomatensprengung in diesem Jahr. Eine Häufung habe es im Juni mit alleine fünf Taten gegeben. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2019 mit seinerzeit 17 Taten sei aber im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Rückgang festzustellen gewesen, sagte der Sprecher. Bei vier Taten im laufenden Jahr sei die Sprengung gescheitert. Die Täter entkamen jeweils unerkannt, meist in hochmotorisierten Fahrzeugen.

Im gesamten Jahr 2019 hatte das LKA 22 Fälle in Rheinland-Pfalz registriert, 2018 waren es noch 26 Fälle gewesen. Die Sprengungen seien zwar über das ganze Land verteilt, fänden jedoch meist in verkehrsgünstig gelegenen Regionen statt, hieß es.

Seit 1. September vergangenen Jahres hatte das LKA die zentrale Ermittlungsarbeit für das Land übernommen. Davon verspreche man sich eine bessere Vernetzung mit den Sicherheitsbehörden anderer Bundesländer und dem Ausland, erklärte Achim Füssel, Vizepräsident des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz, laut Mitteilung. Die Tatortarbeit übernehme in solchen Fällen in der Regel das Polizeipräsidium, in dessen Zuständigkeitsbereich die Tat falle.

Quelle: DPA