Pokale, Socken und Schuhe unter dem Hammer

Letzte Chance: Heute endet die Versteigerung der Becker-Trophäen

11. Juli 2019 - 11:54 Uhr

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten – verkauft!

Heute ist endgültig Schluss: Ab 14 Uhr kommen die Trophäen von Boris Becker unter den Hammer. 82 Gegenstände der Tennis-Legende werden zwangsversteigert. Abschied nehmen muss "Bobbele" unter anderem von seinem Wimbledon-Pokal, einem Bambi und ausgetragenen Tennis-Schuhen.

Credits: Wyles Hardy &  Co.
Ein Paar getragene Diadora Tennissschuhe von Boris Becker aus dem Jahr 1996.
© Wyles Hardy & Co.

Hat die private Misere bald ein Ende?

Boris Becker hat deutsche Tennis-Geschichte geschrieben und mit seinen Siegen extrem hohe Preisgelder abgesahnt. Trotzdem hat der 51-Jährige millionenschwere Schulden. Mit dem Geld der heute endenden Auktion könnte der Schuldenberg zumindest ein bisschen kleiner werden.

"Bei dieser Versteigerung geht es nur darum, mir persönlich wehzutun, weil ich natürlich emotional an den Trophäen hänge", sagte Becker der "Bild am Sonntag". Sein Insolvenzverwalter Mark Ford sieht das natürlich anders. Er will möglichst hohe Summen erzielen, um Beckers Gläubiger zu bezahlen.

Trotzdem sind die Gebote bisher ziemlich mager. Wie viel bereits für die Becker-Schätze geboten wurde, sehen Sie im Video.

Wo stecken die restlichen Pokale?

Die Insolvenzverwalter suchen immer noch nach einigen Trophäen. Nicht alle waren auffindbar. "Es gibt noch ein paar da draußen", sagte Ford, "unter anderem zwei von den Australian Open und vier oder fünf von herausragenden Erfolgen aus Wimbledon." Becker habe sich anfangs alles andere als kooperativ gezeigt - die Zusammenarbeit sei aber besser geworden. Ford rechnet damit, dass der Olympiasieger im Doppel von 1992 bereits in einem halben Jahr schuldenfrei sein könnte.

Vergangenheit holt Becker ein

2017 wurde Becker von einem britischen Gericht wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt. Die Online-Versteigerung sollte dann im Juni 2018 beginnen, wurde aber in letzter Sekunde gestoppt.

Die Tennislegende hatte noch versucht, als angeblicher Diplomat der Zentralafrikanischen Republik Immunität zu erreichen. Das Außenministerium sprach damals aber von einer Fälschung. Der Zwangsversteigerung seiner Erinnerungsstücke konnte der dreifache Wimbledon-Sieger nicht mehr entgehen – jetzt kommen sie endgültig unter den Hammer!