Pendler bekommen Probleme

Verspätungen und Zugausfälle erwartet: Warnstreiks bei der Bahn zwischen 5 und 9 Uhr

Überregionale Auswirkungen erwartet

Pendlern steht ein ausgesprochen blöder Wochenstart bevor, insbesondere im Westen: Die für Montagmorgen geplanten bundesweiten Warnstreiks im Zugverkehr sollen nach Angaben der Deutschen Bahn vor allem Nordrhein-Westfalen treffen, dort müssen sich Fahrgäste und Pendler auf Ausfälle und Verspätungen einrichten. Einschränkungen mit überregionalen Auswirkungen seien zu erwarten. Laut Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) legen die Beschäftigten ihre Arbeit morgens zwischen 5 Uhr und 9 Uhr nieder.

Tarifverhandlungen abgebrochen

Die EVG hatte nach dem Abbruch ihrer Tarifgespräche mit dem Bahn-Management Warnstreiks von Beschäftigten ausgerufen. "Wir hoffen, dass der Bahnvorstand die Signale verstanden hat, sonst sind weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz. sagte, es sei bundesweit mit Einschränkungen im Zugverkehr zu rechnen. Die EVG werde "in allen Bereichen" streiken, man werde vorab keine Schwerpunkte des Ausstands nennen.

Grund ist der Abbruch der Tarifgespräche mit dem Bahn-Management, am Samstag waren die Parteien in Hannover ohne Ergebnis auseinandergegangen. Die EVG nannte ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des bundeseigenen Konzerns als Anlass für die Warnstreiks. Über den Umfang und die genaue Dauer sei noch nicht entschieden. Die Bahn sprach hingegen von einer "völlig überflüssigen Eskalation". Die EVG will erst nach einem verbesserten Angebot die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn wieder aufnehmen.

Was Bahnkunden jetzt tun können

Die Bahn richtete am Abend eine kostenfreie Hotline für die Fahrgäste unter der Rufnummer 08000-996633 ein, wie eine Sprecherin mitteilte. Fernverkehrstickets für Montag (10.12.) behielten bis Dienstag (11.12.) ihre Gültigkeit. Auch für Sparpreis-Tickets wurde die Zugbindung aufgehoben. Die Bahn empfahl, Reisen mit ICE und IC auf Dienstag zu verschieben. Wenn Züge verspätet sind, oder ausfallen, haben Kunden außerdem unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht auf Entschädigung oder Erstattung des Ticketpreises.

Zum Wochenende griff bei der Bahn zudem ein Fahrplanwechsel. Es gibt mehr Züge. Auch die Preise steigen allerdings - im Fernverkehr im Schnitt um 1,9 Prozent, bei Einschluss von Sonderangeboten und Rabatten um 0,9 Prozent.

Quelle: DPA, RTL.de