Baby in Leipzig verschwunden - es war bei einer Frau in Brandenburg

Mutmaßliche Entführerin: "Ich wollte nur helfen"

Hier soll das Baby in Leipzig verschwunden sein.
In diesem Einkaufszentrum in Leipzig nahm eine Frau am Donnerstagabend einen kleinen Jungen mit. Die Hintergründe sind unklar.
RTL

Was geschah wirklich in einem Einkaufszentrum in Leipzig? Rückblick: Am Donnerstagabend rief eine Mutter die Polizei. Ihr kleiner Junge war mitsamt Kinderwagen verschwunden. Sofort begann die fieberhafte Suche nach dem mutmaßlich entführten Kind. Am Freitagvormittag dann die große Erleichterung: Das Kind wurde gefunden – bei einer Frau in Brandenburg. Doch die will von einer Entführung nichts wissen, wie sie der „Bild“ berichtet.

Leipzig: Verschwundenes Baby aus dem Supermarkt wohlauf

„Der Säugling ist augenscheinlich wohlauf, der Gesundheitszustand wird zur Sicherheit aber noch von den Rettungskräften untersucht“, sagte Polizeisprecherin Dorothea Benndorf aus Leipzig am Freitag. Entdeckt wurde der etwa ein Monat alte Junge in einer Wohnung in Brandenburg. „Wir sind wirklich heilfroh. Das hätte auch anders ausgehen können“, betonte die Sprecherin.

Das Kind war bei Denise K. in Brandenburg. Das berichtet jetzt die „Bild“. Doch ihre Geschichte klingt so gar nicht nach Kindesentführung. Die 26-Jährige sagt „Bild“: „Ich wollte nur helfen.“

Ihre Version der Geschichte laut dem Blatt: Die Mutter des kleinen Jungen habe ihr geschrieben, dass sie mit dem Kind überfordert sei. Daraufhin bot Denise K. an, sich zwei Tage um den Kleinen zu kümmern. Also sei sie nach Leipzig gereist, um den Jungen dort abzuholen. Von einer Entführung will sie nichts wissen.

Video: Baby in Brandenburg gefunden

Baby-Entführerin (26) in Brandenburg gefunden Säugling in Einkaufszentrum verschwunden
01:19 min
Säugling in Einkaufszentrum verschwunden
Baby-Entführerin (26) in Brandenburg gefunden

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Denise K. geht jetzt davon aus, dass die Mutter des Jungen ihr schaden wollte. Sie sagt der „Bild“: „Ich hatte keine Ahnung, dass sie die Polizei ruft. Ich wollte nur helfen.“ Denise K. glaubt, dass die Mutter des Kinder ihr „etwas Böses wollte“.

Die Mutter des Jungen habe außerdem noch ein weiteres Kind. Dieses aber soll nicht bei ihr leben, wie die „Bild“ schreibt. Deshalb habe Denise K. auch keinen Zweifel daran gehabt, dass die Mutter mit dem Jungen überfordert sei. Außerdem sagt sie, dass die Polizei bereits die Chatverläufe zwischen ihr und der Mutter geprüft habe, und ihr angeblich bestätigte, dass sie „die Wahrheit sage“.

Kripo ermittelt wegen Entziehung Minderjähriger

Die Ermittlungen gegen Denise K. wegen der Entziehung Minderjähriger laufen derweil. Ein Haftbefehl sei aber nicht erlassen worden.

Die Ermittler hatten von Anfang nicht von einer Entführung gesprochen, weil es keine Forderung gegeben hatte. (lth)