Peinlicher Zwischenfall

Pilot verschüttet Kaffee: Rauch im Cockpit - Ferienflieger aus Frankfurt muss landen

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15. September 2019 - 17:30 Uhr

Unfreiwilliger Zwischenstopp in Irland

Das kennt jeder: Eine falsche Bewegung und schon schwappt das Getränk über den Tisch. Was auf der Erde lästig ist, hat über den Wolken gravierende Folgen. Weil der Pilot einer Condor-Maschine Kaffee im Cockpit verschüttete, musste die Maschine auf dem Weg von Frankfurt nach Mexiko einen unfreiwilligen Zwischenstopp in Irland einlegen.

Kaffee-Malheur passierte im Februar

Der verschüttete Kaffee landete auf einem der Panel, wodurch es zu einer leichten Rauchentwicklung gekommen sei, teilte eine Sprecherin der Airline mit. Deswegen sei die Maschine nach dem Vorfall "rein vorsorglich" auf dem Flughafen Shannon gelandet. Das Kaffee-Malheur ist Thema im vor kurzem vorgelegten Abschlussbericht der britischen Behörde für Flugunfalluntersuchung (AAIB). Ereignet hatte sich der peinliche Zwischenfall bereits im Februar.

Hitzeentwicklung und Funktionseinschränkungen

Dem Behördenbericht zufolge sei zwar nur eine kleine Menge Kaffee auf das Bedienfeld gelangt. Dies habe aber zu Hitzeentwicklung, verschiedenen Funktionseinschränkungen sowie damit verbundenen Kommunikationsproblemen geführt. Nach Angaben der Condor-Sprecherin konnte nach einer Überprüfung und Reparatur des Flugzeuges die Reise nach Cancún fortgesetzt werden.

Konsequenz aus dem Vorfall: Die vorgeschriebenen Verfahren für das Trinken von Wasser oder Kaffee im Cockpit seien auf den Prüfstand gestellt worden. "Unsere Crews sind angewiesen, vor allem im Umgang mit Kaffeebechern besonders vorsichtig zu sein und grundsätzlich geeignete Becher, am besten mit Deckel, zu verwenden."