Verschollener Flug MH370: Hört die Blackbox heute auf zu senden?

Batterie der Blackbox reicht nur für 30 Tage

Das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist nach wie vor verschollen und langsam läuft den Suchmannschaften die Zeit davon davon: Heute ist Flug MH370 bereits 30 Tage vom Radar verschwunden - genauso lange, wie die Blackbox in der Regel Signale sendet.

Verschollener Flug MH 370: Hört die Blackbox heute auf zu senden?
Heute ist ein entscheidender Tag bei der Suche nach dem verschollenen Flugzeug aus Malaysia: Denn möglicherweise hört der Flugdatenschreiber auf, Signale zu senden.
dpa, Azhar Rahim

Unterdessen gibt es aber neue Hoffnung: Zwei Funksignale, die von australischen Suchmannschaften im Indischen Ozean geortet wurden, entsprächen denen eines Flugschreibers. Das sagte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston. Es sei die "bislang vielversprechendste Spur". Die Signale waren von dem australischen Schiff 'Ocean Shield' etwa 1.700 Kilometer nordwestlich von Perth verfolgt worden.

Das Schiff hat ein Spezialgerät an Bord, mit dem Flugschreiber-Signale in bis zu 6.000 Metern Tiefe geortet werden können - an der fraglichen Stelle ist der Ozean nach Angaben von Houston etwa 4.500 Meter tief. "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, um bestätigen zu können, dass das Flugzeug an jener Stelle ins Wasser stürzte", sagte Houston.

Die Blackbox sendet nicht, wo sie ist

Doch die Blackbox ist nicht nur schwierig zu orten - da sie keine Koordinaten ausgibt, wo sie sich befindet- , sondern noch komplizierter zu bergen. "Wenn es sich wirklich um die Blackbox handelt, dann wird als nächstes ein unbemanntes Mini-U-Boot die Box bergen", sagt RTL-Luftfahrtexperte Niels Büngen. "Das wird allerdings extrem schwierig." Gut möglich also, dass das Schicksal von Flug MH370 ein ungelöstes Rätsel bleiben wird.

Bis zu neun Militärflugzeuge, drei zivile Flugzeuge und 14 Schiffe suchen in drei separaten Gebieten, wie das Joint Agency Coordination Centre (JACC) in Australien mitteilte. Das Suchareal erstreckt sich inzwischen über ein Gebiet von insgesamt rund 216.000 Quadratkilometern - das entspricht etwa der Fläche Großbritanniens. Der Grund für das Unglück ist weiterhin völlig unklar.