Vielerorts neue Corona-Maßnahmen

Verschärfte Regelungen im Norden: Was ist erlaubt? Was ist verboten?

Verschärfte Maskenpflicht in Hamburg
© dpa, Markus Scholz, exa

12. Oktober 2020 - 16:42 Uhr

Corona-Inzidenzwert im Norden steigt weiter

Ab heute (12.10.) gibt es vielerorts verschärfte Corona-Regeln. Damit Sie einen Überblick bekommen, wo und wann Sie eine Masken tragen müssen und welche neuen Regelungen es im Norden gibt, haben wir für Sie wichtige Informationen zusammengefasst.

Hamburg: Maskenpflicht wird ausgeweitet

Ab dem 12. Oktober wird in Hamburg die Maskenpflicht erweitert. Mit diesen Maßnahmen möchte der Senat vermeiden, eine Sperrstunde einzuführen. Aus diesem Grund darf jetzt an bestimmten Plätzen und Straßen der Mund-Nasen-Schutz nicht abgenommen werden - auch nicht zum Essen, Trinken oder Rauchen.

Zu den öffentlichen Orten und Straßen zählen unter anderem beliebte Orte, wie die Reeperbahn, das Schulterblatt im Schanzenviertel, der Mühlenkamp, die Sankt-Pauli Landungsbrücken, die Große Freiheit und viele weitere.

Der Mund-Nasen-Schutz ist künftig auch Pflicht:

- in allen öffentlichen Gebäuden

- in der Gastronomie (auch für Beschäftigte)

- bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

- auf Demonstrationen

Außerdem sind Gesichtsvisiere nicht mehr mit einem Mund-Nasen-Schutz gleichzusetzen, da sie die Verbreitung des Virus über Aerosole angeblich nicht verhindern. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht droht den Verweigerern nach Angaben des Hamburger Senats ein Mindestbußgeld von 150 Euro. Es könne aber je nach Situation auch nur eine Verwarnung ausgesprochen werden.

Bremen: Sperrstunde und Maskenpflicht an vielen Orten im öffentlichen Raum

Der Bremer Senat hat die Corona-Regeln in der Stadt extrem verschärft. Die Sperrstunde, die Hamburg versucht zu umgehen, wurde jetzt im gesamten Stadtgebiet von Bremen für die Gastronomie eingeführt. Außerdem gibt es ein Alkoholverkaufsverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr. Auch Kontaktbeschränkungen werden wieder eingeführt, so dürfen sich nur noch fünf Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Bisher waren Treffen mit zehn Menschen erlaubt gewesen. Private Feiern, unabhängig davon, ob es Alkohol gibt oder nicht, sind jetzt maximal mit zehn Personen möglich. Eine Maskenpflicht darf das Ordnungsamt im öffentlichen Raum ausweiten, besonders da, wo viele Menschen unterwegs sind, wie auf Wochenmärkten, im Gebiet um den Sielwall und an der Schlachte. Bereits an den Haltestellen der Straßenbahnen herrscht in Bremen eine Maskenpflicht, welche auch in Zukunft weiterhin verstärkt kontrolliert werden soll.

Niedersachsen: Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Risikogebieten

Bereits seit Freitag, den 09.10. darf man in Niedersachsen nur noch mit maximal 25 Gäste drinnen feiern, draußen auf seinem eigenen Grundstück sind 50 Menschen erlaubt, aber nur unter Berücksichtigung des Mindestabstandes von 1,5 Metern. Außerdem führt Niedersachsen eine Maskenpflicht für die Mitarbeiter von gastronomischen Betrieben ein. Ein Beherbergungsverbot gibt es in Niedersachsen lediglich für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Damit sind touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienhäusern und Pensionen gemeint. Welche Gebiete zu Risikogebieten ernannt wurden, sehen Sie hier. Davon ausgenommen sind aber Reisende, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen können. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die Kosten für den Test müssen die Urlauber selbst tragen. Berufliche Reisen, Besuche von Lebens-, Ehepartnern oder Kindern, sowie Ferienwohnungsbesitzer und Dauercamper sind davon nicht betroffen und können sich problemlos in Niedersachsen aufhalten.

Schleswig-Holstein: Urlaub an der Küste möglich?

In Schleswig-Holstein dürfen seit dem 09.10. nur private Feiern stattfinden, wenn sie die Teilnehmerzahl von 50 Gästen drinnen und 150 Gästen draußen nicht überschreiten. Wer aus einem Risikogebiet in Deutschland kommt und in Schleswig-Holstein Urlaub machen möchte, muss, so wie in Niedersachsen, im Hotel oder in der Ferienwohnung einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser darf nicht älter sein als 48 Stunden und muss auch selbst bezahlt werden. Sobald dann ein negativer Test vorliegt, entfällt die 14-tägige Quarantänepflicht. Ausgenommen von den neuen Einreiseregeln sind berufliche Reisen, Familienbesuche oder normaler Pendelverkehr.

Wie es in den anderen Bundesländern in Deutschland aussieht, sehen Sie hier