4. April 2019 - 8:51 Uhr

Schwager soll sich nicht gemeldet haben

Was hat er mit der ganzen Sache zu tun? Immer wieder steht Florian R. in Verdacht, für das Verschwinden von Rebecca Reusch verantwortlich zu sein. Die Familie stand bisher beharrlich hinter ihrem Schwiegersohn. Er habe sich nach der Entlassung aus der U-Haft nicht bei der Familie gemeldet, hieß es. Jetzt redet Rebeccas Mutter Tacheles.

Kein Zweifel an Unschuld

Für Rebeccas Mutter Brigitte Reusch ist eine Welt zusammengebrochen.
Brigitte Reusch ist von der Unschuld ihres Schwiegersohnes fest überzeugt.
© RTL

"Das Verhältnis zu unserem Schwiegersohn ist nach wie vor ungetrübt. Es gab bisher nie begründete Zweifel an seiner Unschuld. Mein Mann hat solche Zweifel auch nie gegenüber der Presse geäußert", verteidigt Brigitte Reusch Florian R. Zurzeit halte er sich im "häuslichen familiären Bereich" auf und versuche das Erlebte, die Festnahmen und U-Haft, im Kreise seiner kleinen Familie zu verarbeiten.

Zuvor hatte Rebeccas Vater laut einem Bericht der Berliner Morgenpost angeblich bemängelt, seinen Schwiegersohn nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft nicht gesprochen zu haben.

Fuhr Florian R. wegen Drogen mit Twingo?

Seit dem 18. Februar ist die 15-jährige Rebecca Reusch spurlos verschwunden. In der Nacht zuvor hatte die Schülerin aus Berlin bei ihrer Schwester und ihrem Schwager im Haus übernachtet. Dann verliert sich bisher jede Spur. Der einzige, der zurzeit von Rebeccas Verschwinden vor Ort gewesen ist, war Rebeccas Schwager Florian R. Der saß schon zweimal in Untersuchungshaft, musste dann aber wieder freigelassen werden, weil seine Anwältin Haftbeschwerde eingelegt hatte.

Florian R. gilt allerdings weiterhin als tatverdächtig. Denn aus bisher ungeklärten Gründen fuhr er mit dem Familienauto - einem himbeerroten Twingo - zweimal über die Autobahn in Richtung Frankfurt. Das hatte ein elektronisches Erfassungssystem gezeigt. Bislang schweigt er zu den Gründen seiner Fahrt. Rebeccas Vater allerdings hat in einem Interview erklärt, er sei für Drogen-Geschäfte unterwegs gewesen. Das habe er der Polizei aber angeblich aus Angst vor Konsequenzen nicht sagen wollen, berichtete "Bild.de".

Staatsanwaltschaft macht Hoffnung

Bisher gingen bei der Polizei mehr als 2.200 Hinweise ein, die jetzt ausgewertet werden müssen. In den vergangenen Wochen waren die Ermittler zahlreichen Hinweisen nachgegangen. Dabei wurde auch mehrfach ein Waldstück in Storkow in Brandenburg durchsucht. Doch die Suche war vergeblich. Martin Steltner von der Staatsanwaltschaft Berlin macht Rebeccas Familie aber Mut. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir im Fall Rebecca weiterkommen", sagte er RTL.de.

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