Mädchen aus Celle soll Donnerstag nach Deutschland zurückkehren

Polizei jetzt sicher: Vermisste Isabella (16) in Frankreich entdeckt

08. April 2021 - 9:04 Uhr

Isabella aus Celle: Sie kehrt mit ihrem Vater nach Hause zurück

Wochenlang bangten ihre Eltern, seit Dienstagabend hatten sie Hoffnung, jetzt Gewissheit: Die Polizei hat die vermisste Isabella (16) aus Celle in Frankreich entdeckt. Jetzt sind die Ermittler sicher und teilen mit: "Eigens angereiste Ermittler der Polizei Celle haben heute Abend festgestellt, dass es sich bei dem in Frankreich angetroffenen Mädchen mit Sicherheit um die seit dem 22.03.2021 vermisste Isabella handelt. Eine Rückführung im Beisein des Vaters ist für den morgigen Tag geplant."

Isabella galt 15 Tage lang als vermisst

"Die großangelegte Suche nach der seit 15 Tagen vermissten Isabella aus Celle führte heute überraschend aufgrund des Aufrufs über Facebook zu einem sehr konkreten Hinweis", hieß es zur Entdeckung am Dienstag.

Zu den genauen Umständen des Verschwindens ermittelt die Polizei weiter. Am Mittwoch hatten sich laut Polizei der Vater des Mädchens und Polizisten auf den Weg nach Frankreich gemacht. Die Beamten vermuteten seit Dienstagabend, dass sich Isabella im Raum Paris aufhält.

Isabella verließ unbemerkt ihr Elternhaus in Celle

Das Mädchen mit Spitznamen Isi hatte nach Polizeiangaben am Vormittag des 22. März unbemerkt sein Elternhaus verlassen. Die Jugendliche habe weder Schlüssel noch Geldbörse oder Handy mitgenommen. Deshalb ging die Polizei bei ihrer Fahndung davon aus, dass sie jemanden in der Nähe des Hauses treffen wollte.

Auch ein Gewaltverbrechen hielten die Ermittler für möglich. Eine Sonderkommission wertete Kontakte der Jugendlichen in Chatgruppen und in sozialen Netzwerken aus. Am Ostermontag hatten die Beamten noch einmal die Bevölkerung dringend um Mithilfe gebeten.

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Vermisstenfall Isabella: Eltern baten auf Facebook um Hilfe

Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass Isabella weglaufen wollte, hatten die Ermittler mitgeteilt. Die Eltern schalteten noch am selben Tag die Polizei ein. Mit einem emotionalen Facebook-Post hatten Isabellas Eltern sich an die Öffentlichkeit gewandt. Es gebe teils vielversprechende Hinweise, sagte eine Polizeisprecherin noch am Dienstagmittag. Einer davon führte offenbar in Frankreich zum Erfolg.

Die meisten vermissten Kinder tauchen wieder auf

Nach Erfahrung der Polizei tauchen die meisten vermissten Kinder und Jugendlichen nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf. Doch es gibt auch Ausnahmen, manche Schicksale bleiben dauerhaft ungeklärt. In der fortlaufenden Vermisstendatei des Landeskriminalamtes Niedersachsen waren Ende 2020 knapp 1.300 Personen verzeichnet, darunter 202 männliche und 160 weibliche Jugendliche. Seit 2001 wird in Niedersachsen die damals 15 Jahre alte Katrin Konert aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg vermisst.