Große Suchaktion in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein)

Vermisst: Warum ist die Mutter mit ihrem Sohn in der Dunkelheit ins Watt gelaufen?

© dpa, Karsten Schröder, axs

14. Oktober 2019 - 12:52 Uhr

Frau und Kind im Watt vermisst

Fußspuren im Watt, Kleidungsstücke sowie Schuhe auf einem Damm. Welches Drama hat sich an der Elbe in Brunsbüttel abgespielt? Sonntagabend - nach Einbruch der Dunkelheit - starten Polizei, Feuerwehr und Seenotretter eine riesige Suchaktion: Eine 41 Jahre alte Frau und ihr achtjähriger Sohn sind über den Elbdeich Richtung Wasser gelaufen und in der Dunkelheit verschwunden. Ole Kröger vom Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen zu RTL.de: "Die 19-jährige Tochter der mutmaßlichen Vermissten und Schwester des Jungen hatte uns um 21:25 Uhr informiert. Sie war zu dem Zeitpunkt noch am Deich und stand unter Schock."

Dramatische Suche in der Dunkelheit

Brunsbüttel
Karte von Brunsbüttel (Schleswig-Holstein)
© rtl.de

Mehr als zwei Stunden suchen die Helfer das Gelände zwischen dem Jachthafen und dem Elbfähranleger ab. Auch die Berufsschiffer, die über die Elbe fahren, strahlen mit ihren Scheinwerfern auf das Elbufer und das Wasser. Ein Hubschrauber startet. Rettungshunde sind im Einsatz, Taucher stehen bereit. Doch alles vergeblich. Die Frau und ihr acht Jahre alter Sohn werden nicht gefunden. Um 03:07 Uhr am Montagmorgen bricht die Polizei die Suche ab. Seit Montagmorgen wird erneut gesucht. Seelsorger betreuen die 19-jährige Tochter der Frau.

Polizei berichtet von angekündigtem Selbstmord

Die Polizei teilte am Montag mit, dass die Frau möglicherweise Selbstmord begehen und ihren Sohn mit in den Tod nehmen wollte. Die beiden stammen nach RTL-Informationen nicht aus der Gegend.

Wir berichten in aller Regel nicht über Selbsttötungen. Durch die Suchaktion der Polizei, die in diesem konkreten Fall auch um Hinweise bittet (Telefon: 0481/940), machen wir hier eine Ausnahme. 

Hier finden Sie Hilfe in schwierigen Situationen

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen oder sorgen Sie sich um einen Angehörigen? Versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Hier finden Sie eine Übersicht über Hilfsangebote.

Wenn Sie schnell Hilfe brauchen, dann finden Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.