"Vermisst spezial" mit Sandra Eckardt: So bewegend war Isabellas Wiedersehen mit Papa Aziz

16. Oktober 2018 - 16:02 Uhr

Sandra Eckardt und eine ziemlich komplizierte Suche

Isabella kommt im Februar 1986 als "Souvenir aus Marokko" zur Welt. Ihre Mutter Christa hat Isabellas Vater Aziz während eines Aufenthalts in dem afrikanischen Königreich kennengelernt. Als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt, flüchtet sie aus Angst vor der fremden Kultur zurück nach Deutschland. Doch die junge Mutter ist heillos überfordert. Hilfe bekommt Isabella von Babysitterin Renate, die sich viel um die Kleine kümmert. Sie ist es am Ende auch, die sich an Sandra Eckardt wendet und damit die Suche nach Isabellas Papa erst ins Rollen bringt. Den hat die heute 30-Jährige nämlich seit 25 Jahren nicht gesehen.

Eine glückliche Kindheit in Marokko

Dabei ist Aziz für seine Tochter alles andere als ein Fremder. Als Isabella ein Kleinkind ist, bringt ihre Mutter sie nämlich nach Marokko und lässt sie kurzerhand bei ihrem Vater zurück. Die Kleine wird liebevoll in die Familie aufgenommen und fühlt sich schnell heimisch. Erinnerungen an diese Zeit sind rar, aber einige gibt es doch. Die heute 30-Jährige erinnert sich an das Meer gleich vor der eigenen Haustür und an die vielen Kinder, mit denen sie stets gespielt hat. Isabella besucht die Schule und spricht Französisch und sogar den Berber-Dialekt. Und eine ganz besondere Sinneserfahrung begleitet sie bis heute: "Meine Mutter hat mir erzählt, dass mein Onkel auf dem Wochenmarkt gearbeitet hat, am Gewürzstand. Und das rieche ich noch heute, wenn ich bei uns über die Märkte gehe und so ein Stand aufgebaut ist."

Entwurzelt, im Stich gelassen und weitergereicht

"Vermisst": Isabella sucht ihren Vater.
"Vermisst" hilft Isabella bei der Suche nach ihrem marokkanischen Vater.

Doch die Idylle ist nicht von Dauer. Isabellas Mutter holt die Kleine wieder ab und nimmt sie mit zurück nach Deutschland. Aziz bleibt in Marokko. Seit jener Zeit hat Isabella ihren Papa nicht mehr gesehen. Und als die Mutter erneut an ihrer Aufgabe scheitert, beginnt für das Mädchen eine einsame Zeit in verschiedenen Pflegefamilien. "Das ist schon sehr traurig, weil ich ja auch meine Mutter nicht hatte, weil eben niemand da war", erzählt sie Sandra Eckardt und erinnert sich weiter: "So hab ich mir in der Kindheit oft gewünscht, dass ich dann wenigstens bei meinem Vater in der Familie geblieben wäre, statt bei einer Pflegefamilie aufzuwachsen und von meiner Seite niemanden zu haben."

Isabella und Aziz - endlich kommt zusammen, was zusammen gehört

Aziz und Isabella endlich wiedervereint.
Papa Aziz kann endlich seine Tochter Isabella wieder in die Arme schließen.

Nach dem Tod ihrer Mutter steigt die Sehnsucht nach ihrem Vater ins Unermessliche. Doch die Briefe, die sie zur letzten ihr bekannten Adresse schickt, kommen ungeöffnet zurück. "Vermisst" und Sandra Eckardts Suche nach ihrem Vater sind Isabellas letzte Hoffnung. Und tatsächlich! Nach einer komplizierten und zunächst erfolglosen Suche kann Sandra Isabella die frohe Botschaft überbringen. Unter einem Vorwand lockt sie sie nach Marokko und zeigt ihr dort zunächst ein Video ihres Papas. "Isabella wollte nicht weg. Sie wollte hierbleiben. Aber ich konnte nichts machen", erinnert Aziz sich und schaut unter Tränen auf das Foto seiner jetzt 30-jährigen Tochter. Und dann ist er endlich da – der Augenblick, auf den beide so sehnsüchtig gewartet haben. Wie bewegend das Wiedersehen von Isabella und ihrem Papa nach 25 Jahren ist, zeigt unser Video oben.

Parallel zur TV-Ausstrahlung gibt es "Vermisst" natürlich auch online als RTL-Livestream bei TV NOW.