"Vermisst" hat Moderatorin Sandra Eckardt verändert

"Vermisst"-Moderatorin Sandra Eckardt möchte Menschen, die durch das Schicksal getrennt wurden, helfen und reist dafür um die ganze Welt.
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Sandra Eckardt: "Ich bin viel dankbarer geworden"

Viel Zeit für sich, bleibt "Vermisst"-Moderatorin Sandra Eckardt bei ihrer Suche nach Vermissten nicht. Trotzdem versucht sie das Land und die Menschen kennenzulernen. Bei so vielen Eindrücken bleibe dann auch kaum Zeit etwas zu vermissen, gibt die gebürtige Hamburgerin zu. Natürlich sei sie nach Ende ihrer Mission glücklich, nach Hause zurückkehren zu können: "Ich genieße es sehr, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Daraus schöpfe ich die meiste Kraft."

An erster Stelle steht für Sandra Eckardt immer die Suche

Haben Sie auf Ihren Reisen auch Zeit, das jeweilige Land näher zu erkunden?
Sandra Eckardt: "Natürlich steht an erster Stelle immer die Suche. Es ist fast immer so, dass wir nicht an irgendwelchen Touristen-Hotspots oder Sightseeing-Punkten sind, sondern dass ich das Land von einer anderen Seite kennenlerne, also fernab der touristischen Gegenden. Aber spätestens nach Drehschluss habe ich schon Zeit, das Land ein bisschen kennenzulernen. Ich versuche dann, auf Märkte zu gehen, oder in Supermärkte zu gucken, was es dort so gibt. Ich gehe dann von Reihe zu Reihe und schaue zum Beispiel, was es dort für Seifen gibt, welche Teesorten und Gewürze."

Wenn Sie dann von Stand zu Stand gehen und sich die Auslagen betrachten: Probieren Sie die einheimischen Gerichte und Gewürze dann auch?
Sandra Eckardt: "Ich probiere schon immer die Spezialitäten des Landes. Ein bisschen Probleme habe ich mit Innereien, aber ansonsten probiere ich eigentlich alles."

Was vermissen Sie am meisten, wenn Sie auf Reisen sind?
Sandra Eckardt: "Natürlich meine Familie. Ansonsten lasse ich mich einfach darauf ein. Ich bin ja auf meinen Reisen auf einer Mission. Na klar, es ist manchmal anstrengend, aber das gehört alles dazu. Und ich bin meist voll mit Eindrücken und habe eigentlich gar keine Zeit, etwas zu vermissen."



Das Schönste an der Arbeit ist die Präsentation meiner erfolgreichen Suche

"Vermisst"-Moderatorin Sandra Eckardt überbringt Elke die freudige Nachricht, dass sie ihren Halbbruder gefunden hat.BB: Fall Elke, fünfte Staffel, Videoprint
Sandra Eckardt überbringt Elke die freudige Nachricht, dass sie ihren Halbbruder gefunden hat

Haben Sie das Gefühl, dass "Vermisst" Sie persönlich verändert hat?
Sandra Eckardt: "Ich finde zum einen, dass ich selber dankbarer geworden bin. Dafür, dass ich weiß, wo die Menschen, die ich liebe oder die mir am Herzen liegen, sind und dass ich weiß, wie ich sie kontaktieren kann. Vor der Sendung habe ich mich nicht so viel damit befasst. Was wäre, wenn man nichts über seine Vergangenheit weiß oder wenn jemand einfach nicht da wäre? Zum anderen hat es mich auch sensibel gemacht für dieses Thema, jemanden zu vermissen. Wenn zum Beispiel im Fernsehen etwas zum Thema Adoption läuft oder Menschen, die verschwunden sind, dann sehe ich das schon mit anderen Augen, weil ich mich sehr oft mit Menschen unterhalte, denen eben jemand fehlt und ich jetzt größeres Verständnis dafür habe."

Was ist für Sie das Schönste an Ihrer Arbeit?
Sandra Eckardt: "Das Schönste für mich ist immer der Moment, wenn ich das Laptop aufklappe und den Suchenden zeigen kann, was ich bei meiner Recherche gefunden habe. Im besten Fall natürlich denjenigen, den sie gesucht haben."

Wie entspannen Sie sich Daheim, um neue Kraft zu schöpfen?
Sandra Eckardt: "Ich genieße es natürlich sehr, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Daraus schöpfe ich die meiste Kraft. Wir unterhalten uns, kochen zusammen, besuchen Freunde, gehen spazieren und leben den ganz normalen Alltag."

Alles zu Vermisst

Vermisst bei RTL: Sandra Eckardt ist auf der Suche nach vermissten Angehörigen

​Moderatorin Sandra Eckardt möchte in der Emotainment-Doku "Vermisst" Menschen helfen, die verzweifelt einen Angehörigen suchen. Sie versucht Menschen wieder zusammenzubringen, die das Schicksal auseinandergerissen hat. Sandra Eckardt begibt sich dabei auf eine spannende Spurensuche - manchmal mit nichts als einem vergilbten Foto und einer alten Adresse in den Händen. Sie reist um die ganze Welt und ist erst zufrieden, wenn sie eine heiße Spur der vermissten Person ausfindig machen konnte. Nicht mit jedem Menschen meint das Schicksal es gut. Viele sind unglücklich, weil ihnen ein geliebter Mensch schmerzlich fehlt. Ein Sohn, der seine leibliche Mutter nie kennenlernen durfte, eine junge Frau, die verzweifelt ihre Angehörigen sucht, um endlich Zuneigung zu erfahren, Geschwister, die das Schicksal trennte. Egal, ob Kanada, Korea, Brasilien oder Chile, ob sie in Archiven recherchiert, Passanten auf der Straße befragt oder über Radio um Hilfe bittet - keine Spur ist ihr zu vage, um den Menschen zu helfen, ihre Lieben zu finden. In Gesprächen mit den Suchenden verschafft sie sich einen ersten Überblick und macht sich dann an die spannende Arbeit, deren Erfolg jedoch ungewiss ist. Sie weiß nicht, wohin die Spuren sie führen werden, und so mancher Hinweis endet in einer Sackgasse, sodass Sandra Eckardt von vorn beginnen muss. Doch kein Weg ist ihr zu weit, und aufgeben kommt für die Journalistin nicht in Frage. Denn sie weiß, dass jemand in der Heimat sehnlichst auf eine Nachricht von ihr wartet.