12. Juni 2019 - 17:21 Uhr

Vor knapp sieben Monaten soll eine junge Frau während eines Spiels des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 sexuell belästigt worden sein. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Essen das vermeintliche Opfer angeklagt - wegen Vortäuschung einer Straftat und falscher Verdächtigung. Sie soll den Übergriff erfunden haben.

"Wir sind der Auffassung, dass es mit allergrößter Wahrscheinlichkeit den sexuellen Übergriff nicht gegeben hat", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatte Radio Emscher Lippe über die Anklage berichtet.

Die junge Frau hatte im vergangenen Oktober einen Zuschauer bezichtigt. Er habe versucht, sie sexuell zu belästigen, hatte sie angegeben. Ein von ihr angesprochener Ordner habe nicht reagiert. Den Vorwurf gegen den Ordner habe die Frau schon vor einigen Wochen zurückgenommen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Auswertung von Videoaufnahmen habe zudem keinen Hinweis auf einen sexuellen Übergriff ergeben.

Quelle: DPA