Vermeintlich krebskranker Lehrer kassiert von Schülern Spenden – dabei war alles gelogen

27. Januar 2017 - 11:09 Uhr

"Das hat mir das Herz gebrochen, ich hätte das nie von ihm erwartet"

Kevin Mabone aus dem US-amerikanischen Mesquite im Bundesstaat Texas ist Lehrer und erkrankt plötzlich an Krebs. Seine Schüler und viele andere Helfer sammeln Spenden, damit er die teure Krebstherapie bezahlen kann. Doch dann stellt sich plötzlich heraus: Die ganze Geschichte ist frei erfunden.

Für den beliebten Sportlehrer an der Wilkinson Middle School hatten die Schüler und seine Lehrerkollegen sogar ein Spendenkonto eingerichtet, um ihn bei der teuren Krebstherapie zu unterstützen. Als sie erfahren haben, dass Kevin nie krank war, war das Entsetzen groß. Schüler, Lehrer, Eltern, sie alle sind einem Betrüger auf den Leim gegangen. "Wir sind sehr verletzt, wir schämen uns", sagte Schuldirektorin Leslie Fernglas. "Er hat das Geld unserer Schüler angenommen. Wie kann jemand so etwas tun?"

Der Texaner behauptete zuerst, er sei wie durch ein Wunder geheilt worden, doch das machte die Schuldirektorin stutzig und sie recherchierte im Netz. Da fand sie heraus, dass der 56-Jährige polizeibekannt war. Er hat das Arbeitsamt um viel Geld betrogen und gibt zu, dass er mit den Spenden alte Schulden begleichen wollte. Seine Schüler sind fassungslos. "Das hat mir das Herz gebrochen, ich hätte das nie von ihm erwartet", so eine Schülerin. Der früher so beliebte Sportlehrer hat nicht nur das Vertrauen seiner Schüler verspielt, sondern ist jetzt auch seinen Job los. Er muss sich für seinen Betrug bald vor Gericht verantworten.