Vermeintlich erfrorene Oma: Beamte befreien Plastik-Frau aus Auto

21. Dezember 2016 - 12:18 Uhr

Puppe löste Fehlalarm aus

Was macht man, wenn man eine ältere Frau regungslos in einem verschlossenen Auto sitzen sieht?! In der Regel die Polizei benachrichten. Doch dieser Fall von bürgerlichem Pflichtbewusstsein endete anders, als erwartet: Ein Anrufer hatte die New Yorker Polizei über eine angeblich erforene Dame informiert, die sich alleine auf dem Beifahrersitz eines geparkten Autos befand. Einsatzkräfte rückten an, um die vermeintliche Tote zu bergen. Nachdem Polizisten das Auto aufgebrochen hatten, entdeckten sie allerdings, was sich wirklich hinter dem leblosne Körper verbarg.

Die Oma auf dem Beifahrersitz war aus Plastik!

Puppe in Oma-Gestalt auf dem Beifahrersitz eines Autos
So saß die Plastik-Puppe in Oma-Gestalt auf dem Beifahrersitz
© Hudson NY Police Department

Täuschend echt - sogar Altersflecken im Gesicht hat die Frau im Auto. Auch der Körper der älteren Dame war bekleidet mit authentischen Klamotten, wie sie Omas nunmal tragen: Eine weite Stoffhose, eine langweilige beige Strickjacke. Dazu eine Brille, Schuhe, ein Gebiss - und: ein Sauerstoffgerät. Das sorgte dafür, dass die Frau den Eindruck erweckte, sich in einem bedenklichen Gesundheitszustand zu befinden. Ein Fußgänger in Hudson (im Bundesstaat New York) fand diesen Anblick bei einem Spaziergang genau so vor.

Gerade im Winter ist die Annahme, dass eine ältere, allein gelassene Person in einem Auto erfrieren könnte, nicht ganz abwegig. Der Augenzeuge alarmierte daher umgehend die Polizei, die mit Beamten anrückte und den Frauenkörper aus dem Auto barg. Die gute Nachricht: Bei der Person handelte es sich gar nicht um einen tatsächlichen Menschen. Sondern um eine Puppe, die einer Oma bis ins letzte Detail nachempfunden war.

Was hat es mit der Puppe auf sich?

Während die Beamten noch ratlos ihren Fund begutachteten, kam der erboste Autoeigentümer hinzu. Er erklärte, dass er den künstlichen Oma-Körper für seinen Job brauche. Er verkaufe medizinische Übungs-Hilfen und braucht den Körper, um die Anwendung seiner Produkte daran zu demonstrieren.

Dennoch war der Einsatzleiter der Polizei von der Aktion des "leichtgläubigen" Autobesitzers nicht sonderlich begeistert: "Wenn es ein Witz gewesen sein soll, war es ein ziemlich schlechter", sagte der Officer später der Presse.

Aber wie dem auch sei - immerhin steckt hinter dem Einsatz nicht wirklich eine erfrorene Oma. Und es ist doch auch beruhigend zu erleben, dass überhaupt jemand so aufmerksam war und sich um die vermeintlich erfrorene Frau gekümmert hat.