Verirrt - Frau bekommt Baby in der Wildnis und kämpft tagelang ums Überleben

02. Juli 2015 - 11:26 Uhr

Während der Wehen in kalifornischem Nationalpark verfahren

Diese Geburt war so sicher nicht geplant: Als bei Amber Pangborn die ersten Wehen einsetzen, macht sie sich mit ihrem Wagen auf zu ihren Eltern, nimmt eine Abkürzung durch einen Nationalpark im kalifornischen Oroville und verirrt sich. Dann tritt der absolute Super-GAU ein: "Ich hatte keinen Handy-Empfang mehr. Und dann ging mir das Benzin aus", erinnert sich die 35-Jährige.

Verirrt: Frau bekommt Baby in Wildnis
Amber Pangborn mit ihrer kleinen Tochter Marissa

Auf der Rückbank bringt sie Stunden später ihr Baby zur Welt, nennt das kleine Mädchen Marissa. Sie hat nur etwas Wasser und vier Äpfel. Damit kämpft Amber die nächsten drei Tage und drei Nächte ums Überleben. Aus Angst, ihr Baby könnte verhungern, entscheidet sich Amber sogar, die Nabelschnur nicht zu durchtrennen. "Durch den Geruch der Plazenta wurden Bienen und Moskitos angelockt. Ich habe die ganze Zeit versucht, sie zu verscheuchen und mein Baby zu schützen."

"Mami hat gerade einen Waldbrand gelegt"

Dann kommt ihr die rettende Idee: Mit Haarspray und Feuerzeug zündet sie einen Busch an. "Das Feuer hat sich so schnell ausgebreitet. Ich habe Marissa angesehen und gesagt: 'Ich glaube, Mami hat gerade einen Waldbrand gelegt.'"

Und es funktioniert: Feuerwehrmänner finden schließlich Mutter und Kind. "Ich habe nur geweint. Ich dachte wirklich, wir würden in diesem Wald sterben", sagt die 35-Jährige. Das tagelange Drama haben beide gut überstanden. Noch sind sie im Krankenhaus, am Montag darf Amber mit ihrer Tochter aber endlich nach Hause.