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Verheerendes Unwetter auf Mallorca – Hunderte suchen nach kleinem Artur (8)

Der kleine Artur war während des Unwetters am Dienstag mit seiner Mutter im Auto unterwegs
Nach dem Unwetter in Mallorca suchen Einsatzkräfte noch nach einem vermissten Achtjährigen. © dpa, Clara Margais, kno

Bangen um Achtjährigen

Bereits zwölf Menschen wurden nach den Überschwemmungen auf Mallorca tot geborgen. Jetzt bangen Retter und Angehörige um das Leben eines noch vermissten Achtjährigen. Rund 150 Helfer suchten die ganze Nacht im Nordosten der Insel nach dem kleinen Artur, nachdem am Donnerstag der Rucksack des Jungen entdeckt wurde.

Retter befürchten weitere Opfer

Wie viele andere Mallorquiner war Arturs Mutter am Dienstag von den Wassermassen überrascht worden, als sie mit ihrem Sohn und ihrer Tochter Úrsula (7) im Auto unterwegs war. Eine traurige Gewissheit gibt es schon jetzt: Bei dem Versuch ihre Kinder zu retten, starb die Mutter von Artur und Úrsula. Das siebenjährige Mädchen hatte Glück: Durch den beherzten Einsatz eines Deutschen wurde sie gerettet. Der Magdeburger Daniel Thielk hatte sie aus dem Wasser gezogen. Jetzt hoffen Angehörige auch für Úrsulas Bruder eine gute Nachricht vermelden zu können. Doch die Suchaktion blieb trotz des unermüdlichen Einsatzes der Helfer bislang ohne Erfolg.

Auch wenn aktuell keine weiteren Personen offiziell als vermisst gelten, schließen die Einsatzkräfte nicht aus, dass unter den Schlammmassen weitere Menschen begraben sein könnten. Es würden immer wieder persönliche Gegenstände entdeckt, die befürchten ließen, dass es weitere Vermisste geben könnte, sagte ein Mitglied der Rettungsteams dem Nachrichtensender "Canal 24 Horas".

Urlaubsparadies wurde zum Katastrophengebiet

Unter den zwölf bereits geborgenen Opfern befinden sich auch drei Deutsche. Bei ihnen handelt es sich um einen Journalisten aus Niedersachsen und eine Ehepaar, das auf der Insel gelebt haben soll. Besonders stark betroffen war die Gegend um den Ort Sant Llorenç des Cardassar, der 60 Kilometer östlich von Palma liegt. Dort hatten sich Straßen innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandelt. Am Freitagnachmittag will das spanische Königspaar auf die Insel kommen, um sich vor Ort ein Bild der Lage im Katastrophengebiet zu machen.

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