Verhandlung gegen mutmaßliches ehemaliges "ISIS"-Mitglied

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild
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03. März 2020 - 15:31 Uhr

Ein mutmaßliches ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung "ISIS" hat am Dienstag vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt ausgesagt. Gegen den 26-Jährigen begann die Hauptverhandlung, wie das Gericht mitteilte. Ihm wird vorgeworfen, im Juli 2013 mit fünf Männern von Frankfurt via Istanbul nach Syrien zu einer "ISIS"-Militärbasis gereist zu sein. Dort habe der Angeklagte vermutlich seine persönlichen Daten angegeben und dabei geholfen, einen Registrierungsbogen zu erstellen, um Kämpfer für die Vereinigung "Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien" zu werden. Diese ist heute als "Islamischer Staat" (IS) bekannt.

Im November 2013 sei der Mann zurück nach Frankfurt gekommen. Er befinde sich nicht in Untersuchungshaft. Was er konkret vor dem 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts zum Tatvorwurf ausgesagt hat, blieb unklar. Am kommenden Montag (9. März) werde die Hauptverhandlung fortgesetzt. Bereits im Dezember 2019 hatte der Senat diese erstmals eröffnet. Sie wurde der Mitteilung zufolge aber gleich am ersten Verhandlung beendet, weil der Angeklagte kein Geständnis ablegen wollte, obwohl dies von seinem Verteidiger angekündigt worden war.

Quelle: DPA