Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Cristiano Ronaldo: Kathryn Mayorga reicht Klage ein

Cristiano Ronaldo droht Ärger
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01. Oktober 2018 - 11:02 Uhr

2009 in Las Vegas

Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hat Klage gegen Cristiano Ronaldo eingereicht. Der Vorwurf: Der Portugiese habe sie 2009 in der Suite eines Luxushotels in Las Vegas vergewaltigt. Seit 2017 stehen die Anschuldigungen im Raum. Nun hat die Frau laut "Spiegel" erstmals juristische Schritte gegen den 33-Jährigen eingeleitet.

Ronaldo soll Schweigegeld gezahlt haben

Dem Bericht zufolge zahlte der heutige Star von Juventus Turin ihr nach der Tat ein Schweigegeld von 375.000 US-Dollar. Aus Angst um ihre Familie habe sie dem Deal zugestimmt und sogar Anfang 2010 einen Vertrag unterschrieben, der sie zum Schweigen verpflichtet.

Niemand sollte von der Nacht erfahren, bis 2017 der "Spiegel" mittels geheimer Dokumente den vermeintlichen Missbrauch öffentlich machte. Und bald wird der Fall aller Voraussicht nach auch die US-Justiz beschäftigen.

Ronaldo habe sie anal vergewaltigt, behauptet Mayorga. Nach dem Vorfall habe er sie gefragt, ob sie Schmerzen habe: "Dabei ging er auf die Knie irgendwie und sagte: 'Zu 99 Prozent bin ich ein guter Kerl, ich weiß nicht, was mit diesem einen Prozent ist'", berichtete die 34-Jährige.

Juve-Star bestreitet Vorwürfe

Ronaldo bestreitet die Vorwürfe, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Sein Mandant werde "gegen jede unwahre Tatsachenbehauptung sowie gegen jede Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vorgehen", hatte Ronaldos Münchner Anwalt Johannes Kreile schon im vergangenen Jahr angekündigt. Doch es geschah nichts.

Mayorgas Anwalt stützt die Klage unter anderem auf ein Dokument, in dem geschildert wird, wie Ronaldo die Nacht erlebt hat. "Sie hat mehrfach Nein und Stopp gesagt", wird der Fußballer in dem Papier zitiert.