12. Juli 2019 - 16:02 Uhr

Stadt hat überprüft: Rückführung kommt nicht infrage

Eine Rückführung der insgesamt fünf Familien der mutmaßlichen Vergewaltiger von Mülheim ist nicht möglich - das ergab die Prüfung der Stadt. Mittlerweile sei von vier der fünf Familien bekannt, dass sie einen gültigen Arbeitsvertrag haben. Hier kommt eine Rückführung nicht infrage. Auch die Familie des Hauptverdächtigen Georgi S. kann einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen. Die fünfte Familie sei nicht in der Stadt Mülheim gemeldet, sodass hier eine Prüfung auf mögliche Rückführung aussteht.

CDU beantragt weiteres Vorgehen

"In Mülheim ist in den vergangenen 40 Jahren nicht ein einziger nach diesem Modell ausgewiesen worden. Man hat eher das Gefühl, dass diese Aktion die aufgeheizten Stammtischdiskussionen der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung beruhigen soll", erzählt RTL-Reporter Uli Klose, der sich vor Ort informiert hat.

"Verhalten sich die Eltern so, dass sie Taten ihrer Kinder begünstigen, muss die gesamte Familie zur Ausreise gezwungen werden können, wenn sie eine schwere Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen", sagte CDU-Innenpolitiker Armin Schuster der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Derzeit werde überprüft, welche weiteren Maßnahmen ergreift werden können. Im Raum stehe auch, die Kinder aus den Familien zu nehmen. Das Jugendamt steht mit allen fünf Familien im engen Kontakt. Nur ein 14-jähriger Täter sitzt wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Die anderen Verdächtigen sind zu Hause bei ihren Familien.

Am Freitag fand eine Ratssitzung in Mülheim statt. "Auf Anraten von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde aus ermittlungstechnischen Gründen keine Stellungnahme der Verwaltung zu dem Fall abgegeben und der Antrag von der Tagesordnung genommen", so eine Sprecherin der Stadt zu RTL.

Der 14-jährige Georgi S. soll schon vorher Frauen sexuell belästigt haben. Im Video die Anklage einer betroffenen Mutter.