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Vergewaltigte Holländerin musste in Katar ins Gefängnis: Das sagt ihre Mutter zur Horror-Justiz

15. Juni 2016 - 11:03 Uhr

"Wenn Lauras Flieger landet, will ich sie nur noch in den Arm nehmen"

Laura (22) aus den Niederlanden wollte in Katar feiern und eine gute Zeit haben. Es war ihr erster Urlaub ohne Eltern. Für die junge Touristin wäre er beinahe zu einer Reise ohne Wiederkehr geworden. Laura wurde vergewaltigt, ging zur Polizei und landete im Knast. Jetzt ist das Urteil gefallen - für die Mutter der jungen Frau war die Zeit der Ungewissheit kaum zu ertragen.

Die unglaubliche Geschichte nimmt ihren Anfang im hauseigenen Nachtclub von Lauras Hotel 'W'. Sie bestellt sich etwas zu trinken. Dann setzt ihre Erinnerung aus. Sie wacht in einer fremden Wohnung auf. "Ihre Kleider waren zerrissen. Ihr war sofort klar, dass sie vergewaltigt wurde. Sie vermutet, dass ihr jemand etwas ins Glas getan hat", so ihr Anwalt Brian Lokollo.

Sie geht zur Polizei, um die Vergewaltigung anzuzeigen und wird selbst festgenommen. Die schockierende Begründung: Außerehelicher Sex ist in Katar verboten. Wer vergewaltigt wird, macht sich strafbar.

Seit März saß Laura in dem Ölstaat fest. Für ihre Mutter unerträglich: "Was sie mit ihr machen, ist einfach nur unmenschlich. Mir fehlen die Worte", erzählt Marian de B. Und fährt fort: "Manchmal klingt sie stark, dann sagt sie am Telefon 'Mama, ich komme bald nach Hause, mach dir keine Sorgen!' Dann gibt es Tage, an denen sie einfach nur weint."

Jetzt hat der Horror ein Ende: Ein Gericht verurteilte Laura wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung. Das Gericht in der Hauptstadt Doha ordnete an, Laura auszuweisen und brummte ihr obendrein eine Geldstrafe von umgerechnet 750 Euro auf. Marian de B. kann nur den Kopf schütteln über Katar - das Land, in dem Frauen im Gefängnis landen, wenn sie vergewaltigt werden. Doch für sie zählt nur eins: "Wenn Lauras Flieger landet, will ich sie nur noch in den Arm nehmen."

Der Vergewaltiger ihrer Tochter stritt alles ab und sprach von einvernehmlichen Sex. Nach Berichten niederländischer Reporter wurde er zu 140 Peitschenhieben verurteilt.

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