Vergewaltigt und ermordet: Carolin (27) wurde Opfer eines Sexualverbrechens

12. November 2016 - 15:28 Uhr

Die seit Tagen vermisste Joggerin Carolin (27) aus Baden-Württemberg ist tot. Es ist zweifelsfrei ihre Leiche, die am Donnerstag in Endingen (Kreis Emmendingen) bei Freiburg entdeckt worden war. Offenbar wurde die junge Frau Opfer eines Sexualverbrechens, das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Polizei hatte tagelang nach der Leiche gesucht

Blumen und Kerzen stehen am 11.11.2016 in Gedenken der getöteten Endingerin auf und um den Stadtbrunnen in Endingen (Baden-Württemberg). Die getötete Joggerin wurde nach Polizeiangaben Opfer einer Sexualstraftat.   Foto: Patrick Seeger/dpa +++(c) dpa
Blumen und Kerzen auf und um den Stadtbrunnen in Endingen (Baden-Württemberg).
© dpa, Patrick Seeger, pse tba

Carolin G. wurde vergewaltigt und ermordet: Die vermisste und tot aufgefundene Joggerin aus der Nähe von Freiburg ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Endingen bekannt. Bisher gibt es noch keinen Tatverdächtigen. Die 27-Jährige war am Sonntagnachmittag allein zum Joggen aufgebrochen und wollte nach einer Stunde wieder zu Hause sein. Sie kehrte jedoch nicht zurück.

Die Leiche der Frau wurde am Donnerstag von Polizisten in einem kleinen Waldstück des Ortes gefunden. Nach ihrem Verschwinden hatte die Polizei tagelang nach der Frau gesucht.

Wie die Frau getötet wurde, wollen die Ermittler nicht sagen. Die Leiche lag abseits eines Fußweges in unwegsamem Gelände. Sie wurde erst entdeckt, als die Polizei dort gezielt nach der Vermissten suchte.

Parallelen zu Mord an Studentin in Freiburg?

Blumen und Kerzen stehen am 11.11.2016 in Gedenken der getöteten Endingerin auf und um den Stadtbrunnen in Endingen (Baden-Württemberg). Die getötete Joggerin wurde nach Polizeiangaben Opfer einer Sexualstraftat. Foto: Patrick Seeger/dpa +++(c) dpa -
Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist groß.
© dpa, Patrick Seeger, pse tba

Die Polizei hat in dem Fall eine 40 Beamten zählende Sonderkommission gebildet. Geprüft werde vor allem, ob es einen Zusammenhang zu anderen Fällen gebe. Im 30 Kilometer von Endingen entfernten Freiburg war Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet worden. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Parallelen würden nun untersucht, hieß es. Allerdings gebe es keine konkreten Hinweise darauf.

Dennoch ähneln sich die beiden ungeklärten Mordfälle. Die  Frage, ob es einen Zusammenhang und damit möglicherweise einen Täter gibt, der beide Taten verübte, ist nun Schwerpunkt der Ermittlungen. Allein schon der Verdacht beunruhige die Menschen: Ein Mann, der Frauen auflauert, sie vergewaltigt und tötet. 

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

"Es gibt in der Bevölkerung eine hohe Unsicherheit und Verängstigung"

Blumen und Kerzen stehen am 21.10.2016 in Freiburg (Baden-Württemberg) vor einem Baum an der Dreisam. Dort wurde am 16.10.2016 eine getötete Studentin aufgefunden. Im dem Fall setzt die Polizei auf die Auswertung der am Tatort gefundenen Spuren. Aus
Blumen und Kerzen stehen in Freiburg vor einem Baum an der Dreisam.
© dpa, Patrick Seeger, pse gfh

Die Polizei hat in dem Fall eine 40 Beamten zählende Sonderkommission gebildet. Geprüft werde vor allem, ob es einen Zusammenhang zu anderen Fällen gebe, insbesondere zu jenem der getöteten Studentin aus. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Parallelen würden nun untersucht, hieß es. Allerdings gebe es keine konkreten Hinweise darauf.

In Freiburg hatte sich die Tat Mitte Oktober ereignet. Eine 19 Jahre alte Medizinstudentin war nachts mit ihren Fahrrad auf dem Weg von einer Studentenparty nach Hause, als sie am Uferweg des Flusses Dreisam Opfer des Verbrechens wurde. Sie wurde vergewaltigt und getötet. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Die Angst vor einem Mehrfachtäter wächst. "Es gibt in der Bevölkerung eine hohe Unsicherheit und Verängstigung", sagt der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier.