Einfach nur grausam!

Frau soll jahrelang Katzenbabys an Hunde verfüttert haben

Der Verein "Tierschutz Aktiv" deckte den Fall auf.
Der Verein "Tierschutz Aktiv" deckte den Fall auf.
© Facebook/Tierschutz aktiv Kärnten

18. März 2021 - 8:37 Uhr

Österreich: Tierschutz stoppt grausame Praxis

Wie konnte sie so grausam sein? Diese Frage geht wohl vielen Tierliebhabern gerade durch den Kopf. Eine Frau aus dem österreichischen Kärnten soll die Babys steuernder Katzen an ihre Hunde verfüttert haben. Jetzt wurde sie von Tierschützern verklagt.

Frau fand nichts schlimmes in ihrem herzlosen Tun

Martina Raschl ist Mitglied im Verein "Tierschutz Aktiv". In einem Post auf Facebook berichtet sie von "unfassbaren Dingen", die sie auf Kastrationsplätzen in Kärnten bislang erlebt hat. Doch der jüngste Vorfall hinterließ einen tiefen Schock bei der Tierschützerin! Kürzlich sei sie laut der "Kleinen Zeitung" von einem Amtsarzt zu einer Privatperson ins österreichische Straßburg geschickt worden, um dort acht Streunerkatzen zur Kastration abzuholen. Bei der Rückgabe konnte sie nicht fassen, was die Frau ihr gesagt hat, so Raschl.

"Die Frau vor Ort kam auf uns zu und sagte uns, dass ihr Hund nun sicher traurig sein würde, da die Katzen kastriert sind", schreibt sie auf Facebook. Dann habe sie erzählt, wie "sie die neugeborenen Katzenbabys immer an ihren Hund verfüttert hat."

Unglaublich: Die Frau habe an ihrem grausamen Tun nichts schlimmes gesehen, weil die Katzenbabys das in dem Alter "nicht mitbekommen" würden, wenn sie gefressen werden. "Alleine die Vorstellung, dass die Babys bei lebendigem Leib gefressen werden und dann noch die arme Mutterkatze, der direkt nach der Geburt die Jungen entrissen werden und dem Hund zum Fraß vorgeworfen werden. Unvorstellbar wie man so etwas tun kann", schreibt Raschl.

Tierschützerin: Was läuft "in manchen Köpfen nicht richtig"

"Da fragt man sich wirklich, was in manchen Köpfen nicht richtig läuft!", so Raschl. "Anstatt nach einer Lösung zu suchen, dass die Katzen kastriert werden, bringt man die Jungtiere einfach um. Es ist erschreckend, dass das so oft noch selbstverständlich ist, dass die Katzenbabys einfach umgebracht werden anstatt die Mutterkatze zu kastrieren." Die Tierschützerin sei immer wieder schockiert, wie "empathielos Menschen sein können".

Die Familie sei den Behörden bereits bekannt, so eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins zur "Kleinen Zeitung". Bei der zuständigen Polizeiinspektion sei nun Anzeige wegen Tierquälerei erstattet worden. Bisher gibt es jedoch noch keine Beweise. Auch die beschuldigte Frau habe sich bislang nicht dazu äußern wollen.

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