Verfahren gegen Ex-EBS-Präsident unter Auflagen eingestellt

Christopher Jahns, ehemaliger Präsident der Privathochschule European Business School (EBS). Foto: picture alliance / dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

06. Mai 2020 - 14:40 Uhr

Das Strafverfahren gegen den ehemaligen Präsident der European Business School (EBS), Christopher Jahns, wegen des Verdachts der Untreue ist unter einer Geldauflage vorläufig eingestellt worden. Der Beschluss gelte für zunächst sechs Monate, erklärte das Wiesbadener Landgericht am Mittwoch. In dieser Zeit müsse Jahns 30.000 Euro zahlen, teils an die Staatskasse, teils gemeinnützige Einrichtungen. Mit der Einstellung sei keine Schuldfeststellung verbunden. (Aktenzeichen 6 KLs - 1111 Js 11866/11)

Der Prozess war bereits im März gestoppt worden. Jahns sei nicht verhandlungsfähig, erklärte das Gericht, ohne nähere Angaben zu machen. Dem früheren Chef der privaten Hochschule mit Sitz in Wiesbaden war vorgeworfen worden, die Universität um 180.000 Euro geschädigt zu haben.

Ein erster Prozess war 2014 vorläufig eingestellt worden, weil Jahns aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen als nicht verhandlungsfähig galt. Ein Sprecher erklärte im Namen des ehemaligen EBS-Präsidenten am Mittwoch auf Anfrage zu dem Beschluss des Landgerichts, nach so vielen Jahren gebe es "einfach nur ein Gefühl der Erleichterung".

Quelle: DPA