Insolvente Reederei hat sie einfach aufgegeben

Fünf Seeleute seit dreieinhalb Jahren auf Öltanker gefangen

15. Februar 2021 - 11:06 Uhr

Enge, Hitze und mangelnde Hygiene

Schon mehr als 1.300 Tage harren fünf Seemänner direkt vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate auf einem Öltanker aus. Es ist heiß, eng und stickig. Zu essen haben sie auch nicht genug. Bis an Land wären es nur wenige Meter. Aber die Männer dürfen nicht von Bord. Warum – und wie es ihnen geht, sehen Sie im Video.

Tanker gilt als "herrenlos"

Immer der gleiche Ausblick: "Es ist zum Heulen für uns alle hier", sagt einer der Seemänner.
Immer der gleiche Ausblick: "Es ist zum Heulen für uns alle hier", sagt einer der Seemänner.
© Reuters

Es ist schon ein absurdes Bild: Der Öltanker liegt direkt am Strand der Stadt Umm Al-Qaiwain, der Hauptstadt des gleichnamigen Emirates. Dort ist er vor rund zwei Jahren auf Grund gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Seemänner schon ein knappes Jahr unterwegs. Saubere Toiletten, Duschen und ein weiches Bett wären eigentlich zum Greifen nahe, schließlich befindet sich das Schiff nicht auf hoher See.

Für die Seeleute macht das aber kaum einen Unterschied, denn sie dürfen den Tanker nicht verlassen. Die Reederei ist pleite und hat ihn einfach aufgegeben. Offiziell gilt er als "herrenlos". In welchem Dilemma die Männer dadurch stecken – im Video.