2019 M03 15 - 16:03 Uhr

In Rheinland-Pfalz verdienen Frauen noch immer deutlich weniger als Männer, arbeiten aber auch häufiger in Branchen mit niedrigeren Löhnen. Die Lücke im Verdienst zwischen Männern und Frauen lag im Jahr 2018 bei rund 19 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag zum "Equal Pay Day" am 18. März mitteilte. Im Jahr zuvor hatte dieser sogenannte "Gender Pay Gap" noch bei rund 20 Prozent gelegen. Im Jahr 2010 waren es noch 22 Prozent.

Bundesweit lag der prozentuale Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 21 Prozent. Innerhalb der westdeutschen Bundesländer liegt Rheinland-Pfalz auf einem Spitzenplatz: Nach Angaben der Statistiker hatte nur Schleswig-Holstein einen geringeren Verdienstunterschied (15 Prozent). In Brandenburg beträgt der Unterschied dagegen nur zwei Prozent.

Die Statistiker des Landesamts führen den Verdienstunterschied zu etwa zwei Dritteln auf "lohnbestimmende Merkmale" zurück. So arbeiten Frauen häufiger als Männer in Branchen, in denen niedrigere Löhne gezahlt werden. Berücksichtige man diese Einflüsse, so liege der bereinigte "Gender Pay Gap" in Rheinland-Pfalz bei rund fünf Prozent, so die Statistiker.

Um "Frauenaltersarmut" zu bekämpfen, forderte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Rheinland-Pfalz die Einführung einer Grundrente. "Von echter Gleichstellung zwischen den Geschlechtern sind wir angesichts der ungleichen Bezahlung und großer weiblicher Altersarmut noch weit entfernt", sagte Dietmar Muscheid, Bezirksvorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz, in einer Mitteilung.

Quelle: DPA