2019 M03 15 - 13:13 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi fordert beim geplanten Verkauf des Verpackungsherstellers STI Group verbindliche Zusagen über den Erhalt der Standorte und Arbeitsplätze. Im strukturschwachen Vogelsberg hätten die Beschäftigten des Werkes in Grebenhain bereits vor einigen Jahren um ihre Arbeitsplätze kämpfen und Zugeständnisse machen müssen, um Kündigungen zu vermeiden, erklärte die Gewerkschaft. Damit reagierte Verdi auf die Ankündigung von Kristina Stabernack, in vierter Generation Inhaberin des Familienunternehmens, die STI Group veräußern zu wollen. "Ziel ist es, einen starken Partner zu finden, welcher auf den jüngsten Erfolgen aufbaut und künftiges Wachstum fördert", erklärte die Gruppe in einer Mitteilung. Weitergehende Informationen gab es auf Anfrage nicht.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten in Deutschland, Ungarn, Tschechien und Großbritannien. STI ist einer der größten Arbeitgeber im Vogelsbergkreis mit Betrieben in Lauterbach, Grebenhain und Alsfeld - allein an diesen Standorten sind rund 1000 Beschäftigte tätig. Weitere deutsche Standorte befinden sich in Greven (NRW) und Neutraubling (Bayern).

STI machte im Jahr 2018 nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. Der Umsatz habe sich zuletzt gut entwickelt und sei in den vergangenen beiden Jahren um sieben Prozent gesteigert worden, berichtete STI. Das Unternehmen liefert Verpackungen und Lösungen zur Warenpräsentation von Produkten, zum Beispiel mit Verkaufsaufstellern in Geschäften.

Quelle: DPA