Verdacht des Abgasbetrugs: Razzia bei BMW

100 Beamte durchsuchten die Münchener BMW-Zentrale. Es besteht der Verdacht des Abgasbetrugs.
100 Beamte durchsuchten die Münchener BMW-Zentrale. Es besteht der Verdacht des Abgasbetrugs.
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20. März 2018 - 17:28 Uhr

11.000 Dieselautos mit falscher Software ausgestattet?

Die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Betrugsverdachts gegen BMW. Der Konzern soll 11.000 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet haben. Ermittler durchsuchten deshalb die Konzernzentrale, sowie das Forschungszentrum im österreichischen Steyr. Auch bei Volkswagen gab es heute eine Razzia -dort wegen der mutmaßlichen Falschangabe von Verbrauchswerten.

Versehen oder Manipulation bei BMW?

Bei BMW heißt es, die Razzien seien einer "fehlerhaft zugeordneten Software" geschuldet. So habe man irrtümlich ein für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickeltes Programm auf Modelle der 5er und 7er-Serie aufgespielt. Dadurch hätte dann die Abgasreinigung nicht mehr richtig funktioniert.

Während der Konzern auf ein Versehen beharrt, geht die Staatsanwaltschaft dem Manipulationsverdacht nach. "Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Allerdings stünden die Ermittlungen "ganz am Anfang". BMW will die 11.400 betroffenen Autos zurückrufen und mit der richtigen Software ausstatten, sollte das Kraftfahrtbundesamt dies genehmigen.