Ermittlungen

Verdacht auf Betrug mit Corona-Tests: Mann in Haft

Handschellen
Ein Mann trägt Handschellen.
Stefan Sauer/dpa/Illustration

Falsches Spiel mit Corona-Schnelltests? Polizei und Staatsanwaltschaft an der Mecklenburgischen Seenplatte ermitteln gegen einen Mann, der im Zusammenhang mit Corona-Schnelltests einen Schaden von mehr als 100.000 Euro angerichtet haben soll. Der 24-Jährige sei per Haftbefehl gesucht und vor wenigen Tagen in Neustrelitz gefasst worden, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Gegen ihn bestehe der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges. Unklar sei aber noch, ob der einschlägig vorbestrafte 24-Jährige Komplizen hatte.

Der Mann soll Firmen und Interessenten große Mengen solcher Schnelltests über eine längere Zeit hinweg angeboten haben, ohne überhaupt welche zu besitzen. Da die Firmen und Interessenten den Angaben zufolge schon vor der Lieferung Geld überwiesen, summierten sich die Schäden schnell auf. Bei Durchsuchungen in Neustrelitz und Torgelow (Vorpommern-Greifswald) seien mit speziellen Geld-Spürhunden noch etwa 8000 Euro an Bargeld gefunden worden, die aus den Betrügereien stammen sollen. Das Geld sei beschlagnahmt worden.

Wo das restliche Geld geblieben ist, sei noch unklar. Zu weiteren Details, wie den genauen Zeitraum und die Art der Angebote wollte die Sprecherin mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen keine genaueren Angaben machen.