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Mogelpackungen, zu viel Zucker und wo kommt was eigentlich her?

Verbraucherschutz-Pegel zeigt: Angaben bei Lebensmitteln oft irreführend

Verbraucher verärgert über Mogelpackungen.
Verbraucher verärgert über Mogelpackungen.
© Pixabay

18. März 2021 - 9:26 Uhr

Versteckte Preiserhöhung, veränderte Füllmenge

Zum sechsten Mal hat die Hamburger Verbraucherschutzzentrale im Auftrag der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz den Verbraucherschutz-Pegel durchgeführt und so ermittelt, was die Hamburger am meisten im Konsumalltag verärgert – und das ist einiges! "Sie zeigt ganz konkret, wo die Probleme liegen, was die Menschen ärgert und wo wir im Verbraucherschutz nachjustieren müssen", so Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina. Allen voran sind die versteckten Preiserhöhungen durch veränderte Füllmengen in Lebensmittelverpackungen. 1745 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen. Der größte Knackpunkt liegt, wie auch schon bei vorherigen Umfragen, im Bereich Lebensmittel.

Etikettenschwindel mit Fruchtabbildungen

Gleich nach den Mogelpackungen bemängeln die Umfrage-Teilnehmer zu viel Zucker in Lebensmitteln und das Wegwerfen noch verzehrfähiger Lebensmitteln im Supermarkt. Außerdem ärgert die Konsumenten aus der Hansestadt irreführende Inhaltsangaben und unklare oder fehlende Herkunftsangaben bei Lebensmitteln, z. B. ein sogenannter "Etikettenschwindel" mit Fruchtabbildungen, die im Produkt gar nicht enthalten sind. "In dieser durch Unsicherheit geprägten Corona-Zeit brennen den Menschen bestimmte Themen besonders auf den Nägeln. Das zeigt der Verbraucherschutz-Pegel. Dazu kommen viele Dauerbaustellen im Bereich Lebensmittel, die seit Jahren ganz oben auf der Liste der Ärgernisse stehen. Als Verbraucherzentrale haben wir die Probleme auch zukünftig im Blick und werden weiter den Finger in die Wunde legen", so Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg.

"Urlaub und Reisen" pandemiebedingt wenig bemängelt

Insgesamt wurde sechs Themenbereiche abgefragt. Die Teilnehmer gaben über 20.000 Mal Probleme an. Dabei nutzten Sie auch die Möglichkeit, ihre Probleme in eigenen Worten zu beschreiben. Nach dem Bereich "Lebensmittel" gab es die meisten Angaben beim Bereich "Telefon und Internet". Die wenigsten Angaben machten die Verbraucher im Bereich "Urlaub und Reisen". Das hängt vermutlich mit den eingeschränkten Möglichkeiten während der Corona-Pandemie zusammen. Die befragten Konsumenten ärgeren sich zudem über zu hohe Stromkosten, ein schlechter telefonischer Kundenservice von Unternehmen, unerwünschte Werbeanrufe und Bankgebühren.


Quelle: DPA / RTL.de

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