Verbotene Ausfuhren in den Iran: Geschäftsmann in U-Haft

15. September 2021 - 14:24 Uhr

Karlsruhe (dpa) - Ein am Dienstag festgenommener Unternehmer, der dem Iran Laborausrüstung für dessen Nuklear- und Raketenprogramm beschafft haben soll, kommt in Untersuchungshaft. Inzwischen sei der Haftbefehl in Vollzug gesetzt, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch. Der Deutsch-Iraner aus dem Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein war am Vormittag am Bundesgerichtshof (BGH) dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden.

Die Ermittler machen den Geschäftsmann für drei Ausfuhren von Gerätschaften im Gesamtwert von rund 1,1 Millionen Euro verantwortlich. Die erforderlichen Genehmigungen fehlten.

Bei zwei weiteren Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hatte es am Dienstag Durchsuchungen gegeben, sie wurden aber nicht festgenommen. Insgesamt ließ die Bundesanwaltschaft elf Objekte in Schleswig-Holstein, Hamburg und NRW durchsuchen, darunter auch die Firma des Festgenommenen an seiner Wohnanschrift. Dem Mann, dessen Alter nicht genannt wurde, werden gewerbsmäßige Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen.

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Quelle: DPA

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