Verband VBE "fassungslos" über neue Grundschulplanung

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) steht neben einem Spender für Wasser, Papierhandtücher und Seife, während sie Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken in den Händen hält. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild
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05. Juni 2020 - 10:51 Uhr

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat den geplanten Regelbetrieb an Grundschulen in NRW ab dem 15. Juni scharf kritisiert. "Abstandsregeln und die Vermeidung von Infektionsketten sollen keine Rolle mehr spielen", monierte die Lehrergewerkschaft nach Bekanntwerden der neuen Planungen am Freitag. Die hart erarbeiteten Konzepte mit einem Mix aus tageweisem Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz würden nun umgeworfen. Das stehe angesichts von nur noch zwei Wochen bis zum Beginn der Sommerferien "in keinem Verhältnis zum Nutzen", sagte der Landesvorsitzende Stefan Behlau laut Mitteilung.

"Wir sind fassungslos über den Umgang mit den Schulen in Nordrhein-Westfalen." Die ganze Energie müsse in die Planung des nächsten Schuljahres fließen, statt kurzfristig für wenige Tage umzusteuern. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte zuvor betont: "Jeder Tag zählt."

Quelle: DPA