Verband: Steueranreize sollen Kohleausstiegs-Folgen dämpfen

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Foto: Rainer Jensen/dpa/Archivbild
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20. Januar 2020 - 17:51 Uhr

Mit Steueranreizen für industrienahe Investitionen sollten aus Sicht der ostdeutschen Wirtschaft die strukturellen Folgen des Kohleausstiegs gedämpft werden. "Wir brauchen einen Investitionsturbo, damit in der Lausitz und in anderen Kohleregionen so schnell wie möglich neue Industrien und Arbeitsplätze entstehen", forderte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Christian Amsinck, am Montag in Berlin. "Sonderabschreibungen sind hier das effektivste Mittel, das die Politik zur Verfügung hat."

Mit diesem Steuer-Instrument habe Ostdeutschland im Zuge der Wiedervereinigung sehr gute Erfahrungen gemacht, hieß es auch vonseiten der Nordostchemie-Verbände. Eine Reihe von Unternehmen aus den Bereichen Chemie und Pharma habe konkrete Investitionspläne in der Schublade, die vorgezogen werden könnten, wenn es zusätzliche Anreize gebe.

Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche auf einen Fahrplan zum Ausstieg aus der Kohle-Energiegewinnung bis 2038 geeinigt. Für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken bekommen Betreiber dabei Entschädigungen von insgesamt 4,35 Milliarden Euro.

Quelle: DPA