Verband: Rund 16 Prozent der Thüringer sind armutsgefährdet

12. Dezember 2019 - 16:11 Uhr

In Thüringen sind nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes 16,4 Prozent der Einwohner von Armut bedroht. Damit liegt das Land im bundesweiten Vergleich auf Platz zehn, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Armutsbericht des Sozialverbandes für 2018 hervorgeht.

Der Verband hat nach eigenen Angaben bereits veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts zur sogenannten Armutsgefährdungsquote in Bund und Ländern ausgewertet und daraus errechnet, wie sich Armut regional in Deutschland verteilt. Nach diesem Vergleich gehören die ostdeutschen Ländern zu den Bundesländern mit der am weitesten verbreiteten Armut. 2008 waren 18,5 Prozent der Thüringer von Armut gefährdet.

Die Linke forderte am Donnerstag erneut eine Grundsicherung für armutsgefährdete Kinder und eine Grundsicherung im Alter, die vor Armut schützt.

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet.

Quelle: DPA