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Venedig erhebt ab Mai eine Tagesgebühr

Venedig erhebt bald Kurtaxe
Venedig erhebt bald Kurtaxe "Drei Euro, prego!" 00:48

Mehr Touristen als Einwohner

Venedig platzt aus allen Nähten! Seit die Kreuzfahrtschiffe die Lagunenstadt für sich entdeckt haben, vergeht kein Tag, an dem sich nicht tausende Touristen durch die engen Gassen schieben. Um die Stadt weiterhin sauber zu halten, sollen Tagestouristen ab Mai drei Euro Kurtaxe bezahlen. Wie sich die Venezianer sogar mit Protesten gegen den Tourismus wehren und was der Bürgermeister dazu sagt, zeigen wir im Video.  

Für Tagestouristen heißt es: "Drei Euro, prego!"

Nur einmal den Markusplatz sehen oder mit einer Gondel durch die Stadt schippern – das kostet Tagestouristen ab Mai drei Euro. Denn längst gibt es täglich mehr Touristen als Einheimische in Venedig. 100.000 Touristen schieben sich pro Tag durch die Stadt – das sind doppelt so viele wie die Lagunenstadt Einwohner zählt.  

Besonderes Problem der Venezianer sind Kreuzfahrttouristen. Die riesigen Dampfer fahren direkt in die Lagune und spülen täglich Touristenmassen in die Gassen. Diese Tagestouristen lassen allerdings kein Geld in lokalen Hotels oder Restaurants.

Hoteltouristen bleiben von der Kurtaxe verschont, sie wird lediglich für Tagestouristen fällig. Ab 2020 soll die Gebühr auf sechs Euro pro Tourist und Tag steigen.

Vorbild für andere Städte?

Überfüllte Straßen und jede Menge Müll sind nicht das einzige Problem des Tourismus. Vielerorts kämpfen Einwohner gegen steigende Mieten, denn für Vermieter springt mehr Miete raus, wenn sie ihre Wohnungen pro Nacht an Touristen vermieten statt monatlich an Einheimische.

Auch die Einwohner von Palma de Mallorca oder Barcelona rufen mittlerweile zu Demonstrationen auf, um sich gegen den immer größer werdenden Tourismus zu wehren.

Ob eine Tagesgebühr von drei Euro tatsächlich weniger Touristen nach Venedig lockt, ist fraglich. Aber immerhin kann die Stadt dadurch anfallende Kosten besser decken.

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