11. Juni 2019 - 9:09 Uhr

„Als Mann und Frau schuf er sie“

Der Vatikan kritisiert eine "Gender-Ideologie", wonach Menschen ihr Geschlecht wählen oder wechseln können. In Schulen mache sich zudem beim Thema Sexualität ein "Bildungsnotstand" breit, heißt es weiter.

Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht auslöschen

15.05.2019, Italien, Vatikanstadt: Papst Franziskus kommt mit einer Gruppe von Kindern auf seinem Papamobil zu seiner wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Papst Franziskus ist erklärter Gegner der Gender-Theorie.
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Die Gender-Theorie sei eine "Ideologie, die den Unterschied (...) in der Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiert".

Die Sätze stammen aus einem Dokument der Bildungskongregation für die katholische Lehre mit der Bezeichnung "Als Mann und Frau schuf er sie." Es wendet sich gegen eine Tendenz, "die Unterschiede zwischen Mann und Frau auszulöschen, indem man sie als bloße historisch-kulturelle Konditionierung versteht".

Die katholische Kirche und auch Papst Franziskus sprechen sich immer wieder offen gegen die Gender-Theorie aus, weil dies der traditionellen Vorstellung von Mann und Frau als Eheleuten und Eltern widerspreche.

LGBT-Verband läuft Sturm: „Der Vatikan bleibt im Mittelalter“

Italy: Rome Pride 2019 A very long and colorful procession marched through the streets of the center of the capital, for the twenty-fifth consecutive year, to claim the rights of the LGBTQ community (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender). Rome Ital
„Der Vatikan bleibt im Mittelalter, fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“, findet ein LGBT-Verband.
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Der Verband "New Ways Ministry", der für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche einsteht, bezeichnete das Papier als "schädliches Werkzeug".

Die "Fehlinformation in dem Dokument wird dazu führen, dass Familien ihre Kinder ablehnen" und Homosexuelle sowie Transgender weiter diskriminiert würden. Das Geschlecht werde "nicht nur durch sichtbare Genitalien bestimmt, sondern auch durch Genetik, Hormone und Chemie - Dinge, die bei der Geburt nicht sichtbar sind". Der Verband findet: "Der Vatikan bleibt im Mittelalter, fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten."