Vater setzt Sherin (3) mitten in der Nacht vor die Tür - jetzt ist das Mädchen verschwunden

16. Oktober 2017 - 8:32 Uhr

Angeblich wirft er sie raus, weil sie ihre Milch nicht trinken wollte

Ein Vater in Dallas im US-Bundesstaat Texas wirft seine kleine Tochter mitten in der Nacht vor die Tür, nun ist die dreijährige Sherin verschwunden. Von dem Mädchen fehlt jede Spur, jetzt schon seit über einer Woche. Der Fall weist einige Merkwürdigkeiten auf, an der Geschichte des Mannes gibt es erhebliche Zweifel.

"Das lässt bei mir die Alarmglocken schrillen"

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Von Sherin fehlt derzeit jede Spur. (Foto: Richardson Police-Department)

Sollten seine Angaben stimmen, ist es unverantwortlich, was Wesley Mathews (37) da getan hat: Angeblich hat er, nachts um drei Uhr, seine Adoptivtochter Sherin vor die Tür gesetzt und zur Strafe an einen Baum gestellt - weil die Kleine ihre Milch nicht trinken wollte! Als er sie nach einer Viertelstunde wieder hereinholen wollte, sei das Mädchen weg gewesen. Diese Räuberpistole zumindest präsentiert er der Polizei.

Was die Ermittler misstrauisch macht: Angeblich ist Sherin gegen 3:15 Uhr verschwunden, doch erst fünf Stunden später alarmierte der Mann die Polizei. Sehr ungewöhnlich, findet ein Sprecher. "Das ist etwas, was eigentlich kein normaler Mensch macht, das lässt bei mir die Alarmglocken schrillen", sagt ein Sprecher.

Mathews wird wegen Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung festgenommen, darüber hinaus ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Denn die Begründung des Stiefvaters, was der Kleinen zugestoßen sein könnte, ist ebenso abenteuerlich wie unglaubwürdig. Er habe in der Nähe des Hauses Koyoten gesehen, vielleicht hätten diese Sherin verschleppt, sagt er aus. Auch wenn ihm niemand diesen Unfug glaubt, kommt er gegen Kaution wieder frei.

Sherins Schicksal ist weiter ungeklärt, die Polizei hat keinerlei konkrete Anhaltspunkte. Nur einen bösen Verdacht.