Vater schüttelt fünf Wochen alten Säugling zu Tode – Ärzte in Münchner Kinderklinik können Mädchen nicht retten

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Obduktion klärt Todesursache: Mädchen aus Kleinhadern wurde zu heftig geschüttelt

Ein fünf Wochen altes Mädchen ist in einer Münchner Kinderklinik gestorben, weil sein Vater es zu heftig geschüttelt hatte. Das ergab die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin. Der Säugling war am vergangenen Sonntag eingeliefert worden und verstarb am frühen Montagmorgen. Die Ärzte konnten das Kind trotz aller Bemühungen nicht retten.

Staatsanwaltschaft sieht Mordmotive "Heimtücke" und "niedrige Beweggründe" gegeben

Die Polizei teilte mit, dass das Gehirn des Säuglings krankhafte Veränderungen aufwies. Die wahrscheinlichste Ursache hierfür sei ein sogenanntes Schütteltrauma. Nach Erkenntnissen der Ermittler war das Kind vor der Einlieferung in das Dr. von Haunersche Kinderspital bei seinem Vater, der dringend tatverdächtig ist.

Oberstaatsanwältin Anne Leiding sprach von "Heimtücke" und "niedrigen Beweggründen", da der Vater möglicherweise einfach seine Ruhe vom schreienden Kind haben wollte. Beides sind aus Sicht der Staatsanwaltschaft Mordmerkmale, da bekannt sei, dass das "Schütteln" zum Tod eines Säuglings führen könne. Das sei aber eine vorläufige Beurteilung.

Laut der Polizei hat der Vater bisher zumindest eingeräumt, dass es “zum Schütteln“ gekommen ist. Es soll sich bei ihm um einen etwa 30 Jahre alten Münchner handeln, die Familie lebe in normal-bürgerlichen Verhältnissen. Die etwa gleichaltrige Mutter hielt sich im Nebenraum auf, als sich die Tat ereignete. Für sie sei es "extrem schwer", sie werde betreut.