26. April 2017 - 19:04 Uhr

Vater verschickte Missbrauchsvideos im Internet

Beim Prozess um einen besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch haben die zwei Angeklagten gestanden. Ein 28-Jähriger soll gemeinsam mit einem 47-jährigen Mann seine damals zwei Jahre alte Tochter teilweise vor laufender Kamera vergewaltigt haben. Die Aufnahmen stellte der Vater laut Anklage auch anderen Männern übers Internet zur Verfügung.

Angeklagten droht bis zu 15 Jahre Haft

Vor dem Lübecker Landgericht hat der Vater der Zweijährigen alle ihm vorgeworfenen Taten zugegeben. Er liebe seine Tochter und könne sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, erklärte er dem Gericht. Auch sein Mitangeklagter, eine Internetbekanntschaft, gestand drei der vier ihm vorgehaltenen Taten.

Die beiden Männer sollen das kleine Mädchen von Sommer bis November 2016 insgesamt neunmal gequält haben, missbrauchten und vergewaltigten sie in drei Fällen. Seit November sitzen beide in Untersuchungshaft. Ihnen droht eine bis zu 15-jährige Gefängnisstrafe.