Van Gaal tritt gegen Bayern nach

Louis van Gaal fühlt sich bei Manchester United viel besser aufgehoben als beim FC Bayern.
© REUTERS, EDDIE KEOGH

22. September 2014 - 11:12 Uhr

Er kann es nicht lassen: Louis van Gaal hat seinen Abschied aus München noch nicht verwunden und gräbt wieder das Kriegsbeil aus. Bei seinem neuen Arbeitgeber Manchester United sei man mit ihm viel geduldiger, sagte der Holländer.

"Bei den Bayern hätte ich zu diesem Zeitpunkt längst zum Rapport antreten müssen. Bei Hoeneß", so der Coach der 'Red Devils' im 'Telegraaf' mit Blick auf den verkorksten Saisonstart in England. "Und was machen die Leute bei United? Sie kaufen weitere Spieler ein. Sie unterstützen mich und vertrauen mir. Auch als Mensch."

Von vier Pflichtspielen unter van Gaal hat United noch kein einziges gewonnen. In der Premier League belegt ManUtd mit 2 Punkten und 2:3 Toren nach drei Spieltagen den 14. Tabellenplatz. Peinlicher Höhepunkt war bislang die 0:4-Klatsche beim Drittligisten Milton Keane Dons im League Cup. An den letzten Tagen der Sommer-Transferperiode verstärkte United deshalb die Offensive mit Angel Di Maria und Radamel Falcao.

Van Gaal und der FC Bayern hatten sich 2011 unrühmlich voneinander getrennt. Nach dem Double-Gewinn in der Saison 2009/10 war es in der Folgesaison zu Meinungsverschiedenheiten und schließlich zur Entlassung des 'Tulpengenerals' gekommen.

Im vergangenen Jahr hatte Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß im 'Telegraaf' van Gaal für dessen Aussagen, die Bayern würden noch immer einen "van-Gaal-Stempel" tragen, kritisiert: "Nur Louis van Gaal kann so etwas sagen. Sein Problem ist, dass Louis sich nicht für Gott hält, sondern für Gott-Vater. Bevor die Welt existierte, war Louis schon da. So wie er die Welt sieht, funktioniert sie nicht."