Es sollen keine Aliens, sondern mehrere Einwohner von Utah hinter dem mysteriösen Verschwinden stecken

Funkelnder Monolith in Utah spurlos verschwunden: Fotograf behauptet, er wisse Antwort auf Rätsel

05. Dezember 2020 - 11:35 Uhr

Eine außerirdische Botschaft oder ein Kunstwerk`?

In der Wüste von Utah ist vor wenigen Tagen ein metallischer Monolith entdeckt worden. Von da an fragten sich Menschen rund um den Globus: Wo kommt das denn her? Einige hielten die silberfarbene Stele sogar für einen Hinweis auf außerirdisches Leben. Genauso abrupt wie der Monolith in der kargen Landschaft aufgetaucht war, war er dann aber plötzlich wieder verschwunden. Ein Fotograf aus Utah behauptet nun, er wisse, was passiert sei.

Kurzes Gastspiel in der Wüste

Monolith in Utah
Das "Juan County Sherrif's Office" bewies mit diesem Post Humor. Klar ist aber: ermittelt wird nicht! Quelle: Facebook
© Juan County Sherrif's Office, Kaiser, Rebekka [infoNetwork]

Vor den roten Felsen sah der Metall-Monolith nahezu aus wie eine Fata-Morgana – und doch stand er wahrhaft in Utah. Am 18. November wurde der Hingucker erstmals gesichtet, 10 Tage später war er weg. Einfach so, ganz plötzlich und genauso aus dem Nichts wie er aufgetaucht war. Seitdem rätselt die Welt, ob es sich möglicherweise um eine künstlerische Installation handelte, die immer wieder umzieht. Zuletzt ist nämlich ebenfalls ein Monolith in Rumänien gesichtet worden, das Verwirrspiel scheint also perfekt.

Die Polizei von San Juan County lehnte Ermittlungen zum Verbleib des Monolithen ab. In Anspielung auf das abenteuerliche Gerücht, dass hinter dem Auftauchen und Verschwinden des Monolithen möglicherweise Aliens stecken, zeigte sich die Polizei auf Facebook von ihrer humorvollen Seite.

"Die Polizei ist sich des mysteriösen Erscheinens und Verschwindens des Monolithen durchaus bewusst. Wir nehmen alle Verbrechen sehr ernst, leider haben wir nur nicht die Kapazitäten, zu ermitteln wegen Diebstahl oder dergleichen (...). Falls Sie aber einer der Personen auf diesem Foto wiedererkennen und sich diese zur fraglichen Zeit, der Nacht des Verschwindens, in der Wüste von Utah aufgehalten hat, sagen Sie Bescheid!", schreibt die Polizei in einem Post bei Facebook zu einem Bild mit mehreren Aliens. Na dann! Jetzt ist wohl die Aufmerksamkeit und Mithilfe der Einwohner von Utah gefragt.

Von Aliens und weiteren Verschwörungstheorien

Licht ins Dunkel bringen will nun aber der Fotograf Ross Bernards, er sagt, er wisse, wer den Monolith wieder entfernt habe, wie die "New York Times" berichtet. Der 34-Jährige behauptet nun, beobachtet zu haben, dass sich am 27. November – der Nacht des Verschwindens – vier Männer an dem Monolithen zu schaffen machten. Ross Bernards ist nach eigener Angabe extra sechs Stunden mit dem Auto nach Utah gefahren, um die Skulptur in der Wüste zu bestaunen.

Es sollten dramatische Fotos von dem Monolithen entstehen. Es seien dann aber mehrere Männer aufgetaucht, die die Skulptur recht grob abgebaut und sich noch gegenseitig ermahnt hätten: "Hinterlasst keine Spuren!" Ein Freund, der Bernards begleitete, schoss sogar Fotos von den Männern. Es sind verwackelte Handyaufnahmen, die mehrere Männer beim Abbau des Monolithen zeigen.

Nun wird spekuliert, dass möglicherweise Künstler hinter dem Monolithen stecken und es sich dabei um eine Installation handelt. Sozusagen frei nach dem Streetart-Künstler Banksy, der immer wieder mit seinen Graffiti auf Mauern etc. für Aufsehen sorgt und seine Identität nicht preisgibt.