USA: Wollten Extremisten Kinder zu Killern ausbilden?

Auf diesem Gelände in Taos wurden die verwahrlosten Kinder gefunden, die möglicherweise für Schulmassaker trainiert wurden.
Auf diesem Gelände in Taos wurden die verwahrlosten Kinder gefunden, die möglicherweise für Schulmassaker trainiert wurden.
© dpa, Uncredited, DD pat

09. August 2018 - 11:45 Uhr

Angeblich gehen Behörden dem Verdacht nach

Ein schrecklicher Verdacht kommt zurzeit in den USA auf: Medienberichten zufolge untersuchen die Behörden im US-Bundesstaat New Mexico, ob mutmaßliche muslimische Extremisten Kinder für Schulschießereien ausgebildet haben könnten.

Bewaffnete Verdächtige bei Razzia festgenommen

Der lokale Sender KOB4 berichtete, der Verdacht gehe aus Unterlagen des Gerichts im Bezirk Taos hervor. Letzte Woche hatte die Polizei bei einer Razzia auf einem Grundstück elf verwahrloste und hungernde Kinder entdeckt, die Pflegefamilien übergeben wurden. Kurz danach fanden Sicherheitskräfte dort zudem die Leiche eines Jungen. Fünf Menschen wurden festgenommen.

Taos' Bezirks-Sheriff Jerry Hogrefe hatte anschließend mitgeteilt, die Sicherheitskräfte seien davon ausgegangen, dass die später Festgenommenen schwer bewaffnet seien und als "Extremisten muslimischen Glaubens" gelten würden. Dabei habe es sich um zwei Männer und drei Frauen gehandelt. Die Frauen seien womöglich die Mütter der Kinder. Die elf verwahrlosten Kinder seien im Alter zwischen ein und 15 Jahren gewesen.

"Vorbereitung von zukünftigen Schulschießereien"

Den Beschuldigten wird Kindesmissbrauch vorgeworfen. KOB4 berichtete vom Gericht in Taos, dass die Staatsanwaltschaft die Aussage einer Pflegefamilie vorgelegt habe, wonach das von ihnen in Obhut genommene Kind von den Verdächtigen "im Gebrauch eines Sturmgewehrs zur Vorbereitung von zukünftigen Schulschießereien" ausgebildet worden sei.

Hogrefe beschrieb die furchtbaren Umstände, unter denen die Kinder hausen mussten. "Die einzigen Lebensmittel, die wir sahen, waren ein paar Kartoffeln und eine Kiste mit Reis in einem dreckigen Wohnwagen", sagte der Sheriff. "Als das Team die insgesamt fünf Erwachsene und elf Kinder fand, sahen sie aus wie Flüchtlinge aus einem Dritte-Welt-Land, nicht nur ohne Essen oder Trinkwasser, sondern auch ohne Schuhe, persönliche Hygiene und im Prinzip mit dreckigen Lumpen als Kleidung."