USA wollen Hackerangriffe zum Kriegsgrund erklären

15. Februar 2016 - 11:40 Uhr

Die USA wollen schwere Hackerangriffe aus dem Ausland künftig als Kriegshandlung einstufen können und damit militärische Gegenschläge ermöglichen. Dies sehe die erste ausgefeilte Cyberstrategie des Verteidigungsministeriums vor, die in wenigen Tagen veröffentlicht werden solle, berichtete das 'Wall Street Journal'.

Das 30 Seiten starke, weitgehend geheime Papier stufe die Sabotage amerikanischer Computersysteme durch ausländische Hacker als möglichen Kriegsgrund ein. Grundlage der Doktrin sei das Prinzip der "Gleichwertigkeit", schreibt die Zeitung weiter. Sollte eine Cyberattacke etwa Todesopfer, massive materielle Schäden oder eine maßgebliche Störung des öffentlichen Lebens in den USA nach sich ziehen, behalte sich das Pentagon das Recht angemessener Vergeltung durch konventionelle militärische Gewalt vor.