Wer fordert Trump heraus?

Demokraten-Vorwahl in Iowa endet im Chaos

04. Februar 2020 - 11:48 Uhr

Stunden nach der Vorwahl in Iowa keine offiziellen Ergebnisse

Am 3. November treten Millionen Amerikaner an die Urnen und wählen ihren nächsten Präsidenten. Doch welcher Demokrat tritt dann als Herausforderer von Republikaner Donald Trump an? Das wird in Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten entschieden, die erste fand in der Nacht in Iowa statt. Doch die endete im kompletten Chaos – auch Stunden nach der Wahl gibt es keinerlei offizielle Ergebnisse. Sie sollen erst "irgendwann" im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Bernie Sanders & Pete Buttigieg sehen sich beide vorn

Der Grund: Fehler bei der Übermittlung der Daten aus den einzelnen Bezirken. Offenbar gibt es drei verschiedene Datensätze, die nicht übereinstimmen. Denn gewählt wird beim sogenannten Caucus auf eher ungewöhnliche Weise: Die Wähler geben keine Stimmzettel ab, sondern kommen in Schulen, Gemeindesälen oder Sporthallen zusammen und stellen sich in die Ecke, die mit dem Namen ihres Kandidaten beschriftet ist. Bei diesen Versammlungen geht es mitunter chaotisch zu.

Für zusätzliche Verwirrung sorgte, dass die Wahlkampfteams des linken Senators Bernie Sanders und des früheren Bürgermeisters Pete Buttigieg bereits eigene Hochrechnungen der Wahlergebnisse veröffentlichten. Beide Teams sahen dabei ihren eigenen Kandidaten ganz vorne.

Republikaner spotten

Der Spott der Republikaner ließ angesichts von so viel Verwirrung nicht lange auf sich warten. Der Wahlkampfmanager von Trump spottete auf Twitter, die Demokraten wollten eine Regierung übernehmen, könnten aber nicht einmal eine Vorwahl ausführen. Und Trumps Sohn Eric twitterte, wegen dieses Chaos' wollten die Menschen nicht, dass die Demokraten die USA regieren.

Aktuell sind noch elf demokratische Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Bis Juli soll sich in den verschiedenen Vorwahlen zeigen, wer gegen Trump antritt. Denn dass der US-Präsident erneut für die Republikaner um den Einzug ins Weiße Haus kämpft, ist so gut wie sicher: In manchen Staaten hat Trump nicht einmal einen Herausforderer, bei der Vorwahl in Iowa sahnte er erwartungsgemäß eine überwältigende Mehrheit der Stimmen ab: satte 97 Prozent.